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Enercon GmbH baut Forschung und Entwicklung aus

Der Windkraftanlagenproduzent Enercon GmbH aus dem ostfriesischen Aurich baut die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energien aus. Umweltminister Sigmar Gabriel und Firmeninhaber Aloys Wobben legten gestern den Grundstein für einen Teilbereich des neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Aurich.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Aurich (ddp-nrd/sm) - Am Hauptsitz der Enercon GmbH werden den Angaben zufolge 20 Millionen Euro investiert. Zudem sollen mehr als 100 neue Arbeitsplätze entstehen. "Nur durch intensive Forschungsaktivitäten der Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es künftig Innovationen und wirtschaftlichen Erfolg für unsere Branche und die Umwelt", sagte Wobben. Auf dem erweiterten Firmengelände sollen künftig neue Produkte und Fertigungsstätten erprobt werden. Neben ihrem Kerngeschäft, der Windenergie, will sich das Unternehmen auch der Entwicklung anderer Zukunftstechnologien, wie Meerwasserentsalzungsanlagen, Wasserkraftwerken und Speichertechnologien widmen.

"Wir haben bei den erneuerbaren Energien erheblichen Forschungsbedarf. Wir müssen z. B. Technologien zur Optimierung der Netze im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien entwickeln. Dazu gehört die Energiespeicherung. Hier liegen große Herausforderungen, nicht nur für die künftige Rolle der Erneuerbaren, sondern für die Energievorsorgung in Deutschland insgesamt", erläuterte Umweltminister Gabriel. Er begrüßte das Engagement des Windenergieanlagenherstellers, das Unternehmen gehe mit gutem Beispiel voran. Zugleich wies der Umweltminister auf die verstärkten Anstrengungen des Bundes in diesem Bereich hin. Im 6-Milliarden-Programm der Bundesregierung zur Stärkung von Forschung und Entwicklung bildeten Energietechnologien und erneuerbare Energien einen Schwerpunkt.

Mit einem Marktanteil von knapp 42 Prozent ist die 1984 gegründete Enercon GmbH nach eigenen Angaben der führende Hersteller von Windenergieanlagen in Deutschland. Weltweit gehört das Unternehmen demnach zu den drei führenden Anlagenbauern.