Nur noch an Land

Enercon beendet Windkraft-Engagement auf hoher See

Der Auricher Windkraftanlagenbauer Enercon will sich nicht mehr am Betrieb von Windrädern auf hoher See beteiligen. "Wir gehen nicht offshore", sagte Enercon-Geschäftsführer Aloys Wobben am Dienstag in Aurich. Es sei wegen Riesenwellen und anderen Unwägbarkeiten zu "gefährlich".

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Aurich (ddp-nrd/sm) - Man werde keine Anlagen für die geplanten Windparks auf hoher See liefern. Auch die Forschung auf diesem Gebiet werde nicht weitergeführt.

Zur Begründung führte Wobben Riesenwellen und andere Unwägbarkeiten wie lange Stromleitungen zum Festland an. Er fügte hinzu: "Es ist zu gefährlich." Stattdessen wolle Enercon die Potenziale an Land nutzen. Wenn in jedem fünften Dorf bundesweit je zwei der größten Enercon-Windkraftanlagen errichtet würden, könnte damit 25 Prozent des Gesamtstrombedarfs erzeugt werden, unterstrich Wobben. Er kündigte zugleich ein stärkeres Engagement bei Entwicklung und Bau von Wasserkraftwerken und Meerwasserentsalzungsanlagen an.

Enercon-Anlagen produzieren nach Firmenangaben derzeit weltweit eine Leistung von 8,8 Gigawatt. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt mehr als 8000 Mitarbeiter in mehreren Ländern. Der Jahresumsatz betrug im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Euro.