Für Akquisitionen

Enel will indirekte Telekom-Beteiligung bis 2008 ganz abstoßen

Der italienische Stromkonzern Enel will binnen drei Jahren komplett aus dem Telekom-Geschäft aussteigen. Bis 2008 solle auch der indirekte Anteil, den Enel nach der Veräußerung seiner Telekom-Tochter Wind noch halte, verkauft sein, sagte Vorstandschef Fulvio Conti der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Den Erlös aus dem Wind-Verkauf will Conti auch für Akquisitionen verwenden. Die Veräußerung werde zehn bis zwölf Milliarden Euro für das Unternehmen bringen, sagte er. Davon werde der größere Teil für Zukäufe zur Verfügung stehen.

Enel hatte im Mai den schrittweisen Verkauf von Wind an den ägyptischen Investor Naguib Sawiris angekündigt. Nach einer ersten Veräußerung 2006 sollte etwa in der zweiten Jahreshälfte 2007 der Verkauf der restlichen Anteile beginnen, sagte Conti. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Verkauf noch bis zum Ablauf seiner Amtszeit im Mai 2008 abgeschlossen werden kann.