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11.07.2012, 12:00 Uhr

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Entschlossen

Endlagersuche: Altmaier will schnelle Entscheidung

Bei den Beratungen über ein Auswahlverfahren für ein neues Atommüllendlager mahnt Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Eile. Er will noch vor Ende des Monats eine möglichst letzte Verhandlungsrunde abschließen. Die Gerüchte um ein geplantes Bundesamt für kerntechnische Sicherheit bestätigt der Minister nicht.

Berlin (dapd/red) - Er setze darauf, dass noch vor Monatsende eine Verhandlungsrunde zustande komme, die hoffentlich auch die letzte sein werde, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Ein Gesetz zur Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll solle noch vor dem Bundestagswahlkampf verabschiedet werden, "bevor wieder alle unter Sachzwängen leiden, die nichts mit Gorleben, die nichts mit Endlager zu tun haben", fügte er hinzu.

Kein Standort soll ausgeschlossen werden

Atommüll (Foto / Abb.: tiero / Fotolia.com)

Dass es, wie Medien berichteten, ein Bundesamt für kerntechnische Sicherheit geben soll, bestätigte Altmaier nicht. "Klar ist erstmal noch gar nichts", sagte er. "Richtig ist, dass wir die Suche öffnen wollen." Es solle kein Standort ausgeschlossen und kein Standort von vornherein bevorzugt werden, sagte er.

Gerüchte um neue Bundesbehörde

Die Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) hatte vorab berichtet, die geplante neue Bundesbehörde solle Entscheidungsgrundlagen wissenschaftlich erarbeiten und Erkundungsprogramme und Prüfkriterien festlegen.

Die Auswahl eines geeigneten Standorts solle bis 2027 abgeschlossen sein, schrieb das Blatt. Die Kosten würden auf etwa zwei Milliarden Euro veranschlagt. Das niedersächsische Gorleben solle dabei wie jeder andere potenzielle Standort behandelt werden. Dass dort bereits Infrastruktur für die Erkundung geschaffen und Erkenntnisse aus der Erkundung gewonnen wurden, dürfe nicht in die Bewertung einfließen.

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