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Endesa-Übernahmekampf kostet E.ON etwa 300 Millionen Euro

Die Summe von rund 300 Millionen Euro, die der Energieversorger als Kosten für den einjährigen Übernahmekampf mit der spanischen Endesa veranschlagte, sei "üblich" in dieser Größenordnung, so E.ON-Chef Bernotat. Trotzdem geht der Vorstand davon aus, das Vorjahresergebnis übertreffen zu können.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (ddp/sm) - Der einjährige Übernahmekampf um das spanische Stromunternehmen Endesa hat den Düsseldorfer Stromkonzern E.ON rund 300 Millionen Euro gekostet. Drei Viertel der Summe seien Kosten für die Finanzierung des bereitgestellten Kreditvolumens, sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Essen. Er bezeichnete die Kosten zugleich als "üblich" für eine Transaktion in dieser Größenordnung.

Der Konzern hob zur Hauptversammlung seine Ergebnisprognose für 2007 leicht an. Der Konzern sei "sehr erfolgreich" in das laufende Jahr gestartet, teilte das Unternehmen mit. Daher gehe der Vorstand davon aus, beim bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) das Vorjahresniveau übertreffen zu können. Genauere Angaben machte das DAX-Unternehmen zunächst nicht.

Der Energiekonzern will bereits Ende Mai, und damit früher als bisher geplant, ein Programm zur Optimierung der Konzern- und Kapitalstrukturen bekannt geben, wie Vorstandschef Wulf Bernotat ankündigte. In diesem Zusammenhang wolle E.ON "anspruchsvolle neue Ziele zur Ertragssteigerung" veröffentlichen sowie die künftige Dividendenpolitik und einen möglichen Aktienrückkauf festlegen, sagte er. Es gehe zudem darum, die geplanten Investitionen zu optimieren und effiziente Strukturen zu formen.