Zustimmung

Endesa: Spanische Börsenaufsicht genehmigt E.ON-Angebot [Upd.]

Die spanische Börsenaufsicht CNMV hat die Übernahmeofferte des Düsseldorfer Energiekonzerns E.ON für die spanische Endesa genehmigt. Das teilte die CNMV mit. Damit ist, nach der Rücknahme der Auflagen durch die Regierung in Madrid, die geplante Fusion für E.ON wieder in erreichbare Nähe gerückt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Madrid (ddp/sm) - Endesa, der nach Marktwert größte Versorger Spaniens, steht seit Monaten im Zentrum eines Übernahmekampfes zwischen der E.ON und der katalanischen Gas Natural. Endesa hat das behördlicherseits bereits genehmigte Übernahmeangebot von Gas Natural über 22 Milliarden Euro als feindlich abgelehnt.

E.ON hatte ein Gegenangebot über 37 Milliarden Euro vorgelegt. Nach der Genehmigung durch die CNMV muss E.ON möglicherweise noch juristische Hürden für eine Übernahme überwinden. Derzeit prüft ein Richter, ob auf eine Anzeige von Gas Natural gegen das Übernahmevorhaben hin ein Verfahren eröffnet wird.

E.ON hatte sich Anfang dieses Monats zuversichtlich geäußert, dass die spanische Börsenaufsicht das Angebot bald freigibt. Zuvor hatte der Konzern die vom spanischen Industrieministerium abgeschwächten Auflagen für einen Kauf akzeptiert. Insbesondere wurden alle Verkaufsauflagen gestrichen. Durch eine Übernahme würde E.ON zum weltweit größten Energiekonzern aufsteigen.

Inzwischen wurde bekannt, dass Endesa bei spanischen Gerichten eine Änderung oder Aufhebung der beiden einstweiligen Verfügungen gegen das Angebot von Gas Natural beantragen will.

E.ON begüßte die Freigabe durch die CNMV und die Ankündigung von Endesa. Damit liegen E.ON alle erforderlichen Genehmigungen der spanischen und europäischen Behörden vor. Allerdings sei infolge der Suspendierung des konkurrierenden Angebots von Gas Natural auch das E.ON-Angebot ausgesetzt. Dazu E.ON Vorstandsvorsitzender Wulf Bernotat: "Wir hoffen, dass die Aussetzung des Angebots von Gas Natural – und damit einhergehend auch die unseres Angebots – bald durch die Gerichte aufgehoben wird. Die Endesa-Aktionäre sollen so bald wie möglich über unser Angebot entscheiden können."

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