Neuste Entwicklungen

Endesa beschleunigt Übernahmeverfahren / Acciona baut Anteil aus

In der Übernahmeschlacht um den spanischen Stromversorger Endesa könnten in den nächsten Tagen weitere juristische Hürden fallen. Der spanische Stromversorger plant laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel", zwei entscheidende Klagen zurückzuziehen. Zugleich baut Acciona seinen Anteil aus.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Madrid (ddp.djn/sm) - Endesa hatte in den vergangenen Monaten Klagen gegen den Bieter Gas Natural und die spanische Regierung eingereicht. Obwohl sich die Verfahren nicht direkt gegen den deutschen Energiekonzern E.ON richten, könnten sie eine Zulassung von dessen 37-Milliarden-Euro-Offerte bei der spanischen Börsenaufsicht verzögern.

E.ON-Chef Wulf Bernotat hofft, die langwierige Endesa-Übernahme bis spätestens zum Frühjahr nächsten Jahres erfolgreich abschließen zu können. Mit einer endgültigen Zulassung des Milliarden-Angebotes durch die spanische Börsenaufsicht rechnet der Konzern innerhalb der nächsten Wochen. "Dann könnten die Endesa-Aktionäre innerhalb von 60 Tagen entscheiden, ob sie unser Angebot annehmen oder nicht", sagte Bernotat dem Magazin.

Unterdessen wurde bekannt, dass der spanische Baukonzern Acciona hat seinen Anteil an Endesa von zehn auf knapp 20 Prozent ausbaut. Die spanische Energiemarktaufsichtsbehörde hatte Anfang November einer zugestimmt. Danach darf Acciona ihren Anteil an dem Versorger auf 24,9 Prozent ausweiten. Sie wäre damit größter Anteilseigner Endesas. Acciona war Ende September überraschend bei Endesa eingestiegen.