Stromtransit

EnBW will Windstrom im ganzen Land verteilen

Der baden-württembergische Energieversorger EnBW, der bislang zu 50 Prozent von Atomstrom abhängig war, bereitet sich auf eine Neuausrichtung seines Energiemixes vor. Künftig soll beispielsweise über ein umgebautes Umspannwerk Windstrom, der von Nord- oder Ostsee kommt, in die Netze vor Ort fließen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart/Großgartach (dapd/red) - Am Dienstag wurde der 30 Millionen Euro teure Umbau des Umspannwerks Großgartach bei Heilbronn eingeweiht, über das künftig auch Windkraft aus den Anlagen in Nord- und Ostsee in das lokale Netz eingespeist werden soll, wie das Unternehmen mitteilte.

Windkraft statt Atomstrom

Die Anlage bilde ab sofort einen der wichtigsten Verknüpfungspunkte im nördlichen Baden-Württemberg. Ein Großteil des Stromtransits, der durch den europaweiten Stromhandel und den starken Ausbau der Winderzeugung im Norden Deutschlands auch in Baden-Württemberg weiter zunehme, fließe über dieses Umspannwerk. In der Vergangenheit war der Konzern zu mehr als 50 Prozent vom Atomstrom abhängig.