Strom-News
VerkaufspläneDer Karlsruher Stromkonzern EnBW prüft einen Verkauf von Anteilen seines Hochspannungsnetzes. Die Mehrheit wolle man auf jeden Fall behalten, aber ein Teilverkauf könnte einen Erlös in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten. Auch die anderen Konzerne haben bereits ihre Netze verkauft oder stehen kurz davor.
Hamburg (dapd/red) - "Wir überlegen, uns zu öffnen, was das Thema Netze angeht. Dabei denken wir beispielsweise an Infrastrukturfonds", sagte Vorstandschef Hans-Peter Villis der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe).
Die Mehrheit der Tochter EnBW Transportnetze bleibe auf jeden Fall bei EnBW, sagte er. "Finale Entscheidungen" dazu seien noch nicht getroffen worden, betonte Villis. Kommt es zum Teilverkauf, kann er laut Zeitung mit einem Erlös in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Investoren hätten bisher für je Tausend Kilometer Netz etwa 100 Millionen Euro gezahlt. Das EnBW-Netz ist mit 3.644 Kilometern Länge das kleinste der vier deutschen Hochspannungsnetze.
Die Konzerne E.ON und Vattenfall haben ihre Hochspannungsnetze bereits komplett verkauft. RWE gibt dem Bericht zufolge voraussichtlich in den nächsten Tagen den Verkauf von 75 Prozent der Netztochter Amprion an eine Gruppe von Finanzinvestoren um die Commerzbank-Tochter Commerz Real bekannt.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Der Stromnetzbetreiber Tennet will aus Sicherheitsgründen nur kleine Abschnitte der in Niedersachsen geplanten Höchstspannungsleitungen unterirdisch verlegen. "Erdkabel sind sehr viel unzuverlässiger als Freileitungen", sagte Tennet-TSO-Geschäftsführer Lex Hartman am Donnerstag in Lehrte.
Die Energiekonzerne RWE und E.ON haben die erste Klage gegen die umstrittene Brennelementesteuer eingereicht. Eine RWE-Sprecherin sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd, die sogenannte Sprungklage sei bereits am Dienstag dem Finanzgericht München zugestellt worden.
Der Energieversorger RWE hat ein neues Stromverteilernetz in Betrieb genommen. In einem Modellversuch startet das "Smart Grid" in der Eifel. Drei Jahre soll die Testphase dauern. Durch das neue Verteilernetz soll sich die Versorgung mit Ökostrom besser steuern lassen.
Um die Energiewende zu beschleunigen, haben sich Bund und Länder angeblich auf einen schnelleren Aubau der Stromnetze geeinigt. Im Rahmen der neuen Regeln will der Bund auch auf die Europäische Union einwirken: Diese soll, wenn nötig, den Netzausbau über geltendes Naturschutzrecht stellen.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich befürchtet eine zunehmende Gefahr durch Cyber-Angriffe auf die Strom- und Wasserversorgung in Deutschland. Die Attacken würden immer trickreicher und gezielter. Friedrich will am Donnerstag in Bonn das Nationale Cyber-Abwehrzentrum eröffnen.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!