Kooperation

EnBW will EWE-Einstieg ohne Kapitalerhöhung finanzieren

EnBW kann den Einstieg beim norddeutschen Regionalversorger EWE offenbar ohne eine Kapitalerhöhung finanzieren. Die beiden Unternehmen wollen künftig unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien und Gasspeicherung zusammenarbeiten, teilte die EnBW mit.

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Stuttgart/Oldenburg (ddp.djn/sm) - Sein Unternehmen könne den Einstieg aus eigener Kraft stemmen, sagte der EnBW-Vorstandsvorsitzende, Hans-Peter Villis. Die kommunalen Anteilseigner der EnBW würden durch die Transaktion nicht finanziell belastet. Der EWE-Vorstandsvorsitzende, Werner Brinker, sagte, die Kooperation zwischen beiden Unternehmen sei langfristig angelegt. Geplant sei ein Engagement von "über zehn Jahren". Im Zuge ihres Anteilserwerbs erhalte die EnBW drei Sitze im EWE-Aufsichtsrat. Die Kommunen würden bei EWE aber die Mehrheit behalten.

EnBW hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sie rund eine Viertel der Anteile an EWE übernehmen wolle. Die Kosten betragen rund zwei Milliarden Euro. Eine weitere Anteilsaufstockung ist nach EnBW- und EWE-Angaben nicht geplant. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen. Die beiden Unternehmen wollen eigenen Angaben zufolge unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien, im Geschäftsfeld Gas sowie im Ausland kooperieren. Weiterhin will EnBW EWE beim Aufbau der konventionellen Stromerzeugung unterstützen.