Interview

EnBW: Weitere Zukäufe in Planung

Der Energiekonzern EnBW ist weiter auf Expansionskurs und an Zukäufen bei deutschen Stadtwerken sowie ausländischen Verteilerunternehmen und Kraftwerken interessiert. In einem Zeitungsinterview gibt Strategiechef Amir Ghoreishi einen Einblick in die Unternehmenspläne.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Karlsruhe/Hamburg (red) - Im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" sagte Ghoreishi, Zielgebiete in Deutschland seien derzeit Bayern, die Pfalz und die Regionen um Dresden und Düsseldorf. Für Osteuropa und die Türkei habe EnBW eine "Einkaufsliste" mit Wunschobjekten aufgestellt.

Dafür wurden in den letzten Jahren alle Unternehmensbeteiligungen verkauft, die nicht mit dem Energiegeschäft zusammen hingen und den Konzern bilanziell und strukturell belastet hätten. "Vor den Beteiligungsverkäufen ab 2003 lag unsere Eigenkapitalquote nur noch bei sechs Prozent. Jetzt liegen wir bei knapp 15 Prozent", sagte Ghoreishi gegenüber dem Blatt. "Unser Ziel ist es, diesen Wert noch deutlich zu erhöhen."

Er räumte ein, dass der Zeitpunkt für die geplanten Zukäufe spät sei, da Konkurrenten bereits seit mehreren Jahren expandierten. Dies mache es schwer geeignete Kandidaten zu finden.

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