Statuselite

EnBW-Vorstandschef fordert Leistungsprinzip für Spitzenmanager

Der Chef des großen deutschen Energiekonzerns EnBW, Dr. Utz Claassen, hat sich in der aktuellen "ZEIT" für eine konsequentere Umsetzung des Leistungsprinzips bei deutschen Spitzenmanagern ausgesprochen. Seiner Meinung nach müsse auch bei ihnen die Sanktionierung von Fehlleistung konsequenter geschehen.

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Hamburg (red) - Für eine konsequentere Umsetzung des Leistungsprinzips bei deutschen Spitzenmanagern spricht sich der Vorstandsvorsitzende des Energierversorgers EnBW, Utz Claassen, in der Wochenzeitung "Die Zeit" (Nr. 33, EVT 11. August) aus: "Ich würde mir wünschen, dass sich die ökonomische Elite als Leistungselite und nicht als Verhaltens- beziehungsweise Statuselite definiert", sagt Claassen.

Topentscheider positionierten sich oft "durch große Distanziertheit, gewisse Rituale und Insignien der Macht". Der Verhaltenskodex der Spitzenmanager würde oft hart sanktioniert, Fehlleistungen hingegen würden nicht konsequent genug bestraft. Claassen fordert eine Umkehr dieses Prinzips. Er will, "dass wir im Umgang miteinander tolerant und unkompliziert sind und dafür die Anerkennung von Leistung und im Zweifelsfalle auch die Sanktionierung von Fehlleistung konsequenter und auch härter handhaben".

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