EnBW unterbreitet Kaufangebot für Salamander-Aktien im Streubesitz

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Im Zusammenhang mit der vertraglich vereinbarten Übernahme der Aktienmehrheit an der Salamander AG durch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG unterbreitet die EnBW den Eignern der rund 16,5 Prozent Salamander-Aktien im Streubesitz ein Kaufangebot in Höhe von 14 Euro pro Stückaktie. Dies geht aus einer am Donnerstagabend in Karlsruhe veröffentlichten Mitteilung der EnBW hervor. Der Vorstand der Salamander AG habe das Kaufangebot der EnBW begrüßt und den Aktionären dessen Annahme empfohlen, berichtet die EnBW.


Die EnBW hat mit der J. M. Voith AG (Heidenheim) einen Vertrag über den Erwerb von 56,44 Prozent des Grundkapitals der Salamander AG (Kornwestheim) geschlossen. Dieser Vertrag steht noch unter der aufschiebenden Bedingung, dass das Bundeskartellamt keine Einwendungen gegen den Erwerb erhebt. Die EnBW ist bereits mit rund 27 Prozent an der Salamander AG beteiligt. Mit dem Erwerb der von Voith gehaltenen Anteile wird sich die Beteiligung der EnBW an der Salamander AG auf rund 83,5 Prozent erhöhen. Die EnBW erlangt damit die Kontrolle über die Salamander AG im Sinne des Artikels 16 des Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission beim Bundesministerium der Finanzen. Gemäß des Übernahmekodex unterbreitet die EnBW allen übrigen Aktionären der Salamander AG ein öffentliches Angebot zum Erwerb ihrer Aktien. Die EnBW AG bietet allen Aktionären der Salamander AG an, deren Aktien zu einem Preis von 14 Euro je Stückaktie zu erwerben. Der angebotene Kaufpreis liegt um 33,33 Prozent über dem Schlusskurs der Salamander-Aktie an der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse zu Stuttgart am Tag der Ankündigung dieses Kaufangebotes am 7. April 2000 von - nachbörslich - 10,50 Euro und um 42,86 Prozent über dem Durchschnitt der Schlusskurse während der letzten drei Monate vor Ankündigung des Kaufangebotes von 9,80 Euro.


Die Frist für das Kaufangebot beginnt voraussichtlich am 3. Mai und endet am 9. Juni 2000.