Scharfe Kritik

EnBW: Strompreise steigen, Gaspreise sinken

Der Energiekonzern EnBW erhöht ab 1. Juli die Strompreise um durchschnittlich 7,5 Prozent in der Grundversorgung. Landespolitiker aus Baden-Württemberg kritisieren die Preiserhöhung scharf. Diese sei vollkommen unnötig, denn die Preise an der Strombörse seien im vergangenen Jahr stark gefallen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/red) - Grund für die Strompreiserhöhung seien die gestiegenen Beschaffungskosten, teilte das Unternehmen mit. Pro Kilowattstunde soll demnach der Verbrauchspreis von 20,53 Cent auf 22,31 Cent steigen. Zugleich sollen die Gaspreise fallen.

Die Opposition im baden-württembergischen Landtag kritisierte den geplanten Strompreisanstieg scharf. Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Franz Untersteller, sprach von einem "Treppenwitz", da an der Leipziger Strombörse die Preise im Vergleich zum vergangenen Jahr stark gefallen seien. EnBW versuche, "die privaten Kunden zu melken". Damit sollten offenbar die konjunkturell bedingten Ausfälle im Industriekundengeschäft ausgeglichen werden.

Der Energieexperte der SPD-Landtagsfraktion Thomas Knapp sprach von einem "weiteren Sargnagel für die Konjunktur". Es handle sich um eine "vollkommen unnötige Belastung von Unternehmen und Haushalten".

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