Neue Höchststände

EnBW steigert Gewinn - Claassen verabschiedet sich

EnBW hat Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr weiter verbessert. Die Erlöse kletterten um 15 Prozent auf knapp 7,4 Milliarden Euro, der Konzernüberschuss um 26,5 Prozent auf 740 Millionen Euro. Während sich das Ergebnis im Bereich Strom verbesserte, wurde im Geschäftsfeld Gas ein Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp/sm) - Der scheidende Vorstandsvorsitzende Utz Claassen zeigte sich "stolz", dass zum vierten Mal in Folge neue Höchststände beim Halbjahresergebnis erzielt wurden. Dies sei auch Folge der Unternehmensausrichtung in den vergangenen vier Jahren unter seiner Führung, sagte Claassen. Er freue sich auf die Zukunft - "sowohl für das Unternehmen als auch für mich selbst".

Claassen scheidet Ende September bei EnBW aus. Zu seinen Zukunftsplänen äußerte er sich nicht und sagte lediglich, er werde sich "als mündiger Staatsbürger" weiter mit den Fragen der Energiewirtschaft beschäftigen. Mit seinem Nachfolger, dem bisherigen E.ON-Manager Hans-Peter Villis, habe er bereits telefoniert und dabei einen "sehr positiven Eindruck" gewonnen.

Claassen widersprach erneut Berichten, er sei vom französischen Hauptaktionär Electricité de France (EdF) zum Rücktritt gedrängt worden. Es habe keinen Streit gegeben, und er habe auch zu keinem Zeitpunkt Anlass gehabt, an seiner Wiederbestellung durch den Aufsichtsrat zu zweifeln.

Der scheidene Vorstandsvorsitzende stellte in diesem Zusammenhang auch klar, dass sich der französische Großaktionär EdF zu keinem Zeitpunkt unzufrieden über die EnBW-Beteiligung geäußert hat. Insbesondere sei nie die Möglichkeit eines Ausstiegs und einer Abgabe der EnBW-Anteile diskutiert worden, sagte Claassen. Das Verhältnis von EnBW und auch von ihm persönlich zum Großaktionär sei "exzellent". In den vergangenen drei Monaten hatte es wiederholt Pressespekulationen über eine Unzufriedenheit des EdF-Konzerns mit seiner Beteiligung an dem Karlsruher Versorger gegeben.