WM-Ticketaffäre

EnBW sieht Beschwerde der Staatsanwaltschaft gelassen entgegen

Nachdem das Landgericht Karlsruhe sechs von sieben Anklagen gegen EnBW-Chef Utz Claassen wegen des Verdachts der Vorteilsgewährung abgelehnt hatte, legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde ein. Nun muss das Oberlandesgericht über die Zulässigkeit der Vorwürfe entscheiden.

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Karlsruhe (red) - Das Landgericht hatte nur ein Verfahren gegen Claassen zur Hauptverhandlung zugelassen. Er muss sich wegen der Übersendung eines Gutscheins für ein Spiel der Weltmeisterschaft 2006 an den Staatssekretär im Bundesumweltministerium verantworten. Die anderen Anklagepunkte wegen der Übersendung weiterer Gutscheine an Mitglieder der baden-württembergischen Landesregierung waren als unbegründet abgewiesen worden.

Die EnBW reagierte mit Unverständnis und scharfer Kritik auf die Beschwerde der Staatsanwaltschaft. Die Behörde setze sich in "eklatanten Widerspruch" zur Auffassung des Gerichts und des Justizministeriums, so eine Mitteilung des Energiekonzerns. Dies sei juristisch "in keiner Weise nachzuvollziehen". Das Unternehmen sehe dem weiteren Verfahren gelassen entgegen.

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