Vier Projekte

EnBW präsentiert Innovationsfelder für deutsche Industrie

Im Rahmen der Kanzlerinitiative "Partner für Innovation" stellte EnBW-Chef Claassen kürzlich den momentanen Ergebnisstand des "Impulskreises Energie" vor. Dabei präsentierte er die Projekte "Energieeffiziente Schule", "Preissignal an der Steckdose", "Energietische" und das Konzept der "EnyCity".

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Karlsruhe (red) - Als "Partner für Innovation" in der gleichnamigen Initiative des Bundeskanzlers präsentierte EnBW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Utz Claassen in dieser Woche den momentanen Ergebnisstand des sogenannten Impulskreises "Energie", einen von insgesamt 13 Arbeitskreisen zu spezifischen Innovationsfeldern für die deutsche Industrie. Classen stellte dem Kanzler, den Ministern Bulmahn und Clement sowie führenden deutschen Unternehmensvertretern vier praxisnahe Projekte vor, die nach den Kriterien der Nutzenpotenziale und der zügigen Umsetzbarkeit ausgewählt wurden.

So soll unter dem Titel "Energieeffiziente Schule" bundesweit die Sanierung von Schulgebäuden vorangetrieben werden. Die EnBW will mit der Finanzierung der ersten drei Pilotprojekte die ersten Impulse setzen, um im Ideal letztlich alle 18 000 Schulen in Deutschland auf diese Weise energieeffizient umzurüsten. Mit dem Projekt "Preissignal an der Steckdose" sollen durch neueste Zählertechnologie in Verbindung mit Informations- und Kommunikationstechniken Angebot und Nachfrage im Strommarkt durch Preisanreize optimal aufeinander abgestimmt werden.

Als drittes Projekt stellte Claassen die Idee der "Energietische" vor - fachkundig angeleitete lernende lokale Netzwerke für kleinere und mittlere Unternehmen, in denen diesen vorbildliche Verfahren zur rationelleren Nutzung von Energie vermittelt werden. Dies gelte auch für das Projekt "Solare Nahwärme", bei dem durch Nutzung geeignete Dachflächen und modernster Wärmespeichertechnik die Wärmeversorgung von Wohngebieten bis zu 50 Prozent auf diese regenerative Art gedeckt werden kann.

Des Weiteren skizzierte Claassen das Konzept der "EnyCity", ein Modell der Energiestadt der Zukunft. Dabei sollen die vorhandenen deutschen Spitzentechnologien zu einem städtischen Gesamtsystemen kombiniert werden, um Energie optimal zu erzeugen, einzusetzen und maximal effizient zu nutzen. Die Innovation liege dabei insbesondere in der konsequenten Vernetzung vorhandener Kompetenzpotentiale. Claassen: "Ideen sind unsere Stärke. Je schneller wir sie in Innovationen umsetzen, desto besser für die Menschen, für die Ökologie und für Deutschland." Er dankte dem Kanzler für seine Initiative. Man war sich einig, die richtige Spannung zwischen visionärer Höhe und praxisreifer Anwendbarkeit gefunden zu haben, um mit diesem Mix sehr bald handfest wirkende Impulse für Innovation in Wirtschaft und Gesellschaft zu setzen.