Nach Revision

EnBW nimmt Philippsburg wieder ans Netz

Seit gestern Morgen ist Block 2 des EnBW-Kernkraftwerks Philippsburg (KKP 2) nach der Jahresrevision wieder am Netz. In den vergangenen Wochen wurde neben den allgemeinen Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten auch der jährliche Brennelementewechsel durchgeführt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Während der Revision haben knapp 900 zusätzliche Mitarbeiter von Hersteller- und Spezialfirmen das Revisions-Team des KKP unterstützt. Die gesamte Mannschaft hat über 5000 einzelne Tätigkeiten erledigt.

Horst Janisch, Leiter der Anlage Block 2, zieht eine positive Bilanz: "Wir sind mit dem Verlauf der Revision sehr zufrieden und konnten das gesamte Arbeitsprogramm erfolgreich umsetzen." Die größeren Einzelprojekte unter den Routinearbeiten waren vor allem die Komplettinspektion einer der vier Hauptkühlmittelpumpen, die Wirbelstromprüfung der Heizrohre in zwei der vier Dampferzeuger und die Dichtheitsprüfung des Reaktorsicherheitsbehälters.

Wie der Aufsichtsbehörde und der Öffentlichkeit bereits gemeldet wurde, sind in der Revision bei routinemäßig durchgeführten Druckproben zwei geringe Undichtigkeiten an Rohrleitungsstutzen des Nebenkühlwassersystems entstanden und umgehend beseitigt worden. Dies hatte keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage, des Personals und der Umgebung.

Im November 2006 wird die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) - eine Unterorganisation der Vereinten Nationen (UNO) - wohl erneut ein mit ausländischen Experten besetztes Team zu einer so genannten "Follow-up-Mission" nach Philippsburg entsenden.