Revision

EnBW nimmt Block 1 von Philippsburg vom Netz

Der Energiekonzern EnBW hat heute Block 1 seines Kernkraftwerks Philippsburg zur jährlichen Revision vom Netz genommen. Unter anderem müssen 4000 Verdrahtungen geändert, 300 Baugruppen von der analogen in die digitale Leittechnik überführt und 100 Geber neu aufgebaut und integriert werden.

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Karlsruhe (red) - Zur jährlichen Revision wurde Block 1 des EnBW-Kernkraftwerks Philippsburg vom Netz genommen. In den kommenden Wochen stehen umfangreiche Prüf- und Instandhaltungsarbeiten auf dem Programm. "Insgesamt haben wir rund 600 wiederkehrende Prüfungen und fast 750 Instandhaltungsmaßnahmen vorgesehen. Dazu kommt der Wechsel von 84 der 592 Brennelemente und die Umsetzung von zahlreichen Änderungsanträgen", so Kraftwerksleiter Dr. Hans-Josef Zimmer.

Neben diesen jährlich wiederkehrenden Arbeiten werden bei der jetzt anstehenden Revision besondere Aufgaben und Nachrüstungen in der Elektro-, Leit- und Maschinentechnik des Kraftwerks vorgenommen. "Wir werden im Block 1 - und das ist einmalig für diesen Reaktortyp - eine Erweiterung und gleichzeitige Modernisierung der Reaktor Sicherheitsleittechnik vornehmen", so Dr. Zimmer, "Allein in diese Maßnahme investieren wir mehrere Millionen Euro - insgesamt kostet uns die Revision über 20 Millionen Euro. Das zeigt: Die EnBW investiert in die Sicherheit ihrer Kraftwerke, und redet nicht nur darüber."

Wie umfangreich diese Nachrüstung ist, zeigen folgenden Zahlen: Unter anderem müssen 4000 Verdrahtungen geändert, 300 Baugruppen von der analogen in die digitale Leittechnik überführt und 100 Geber neu aufgebaut und integriert werden. Die Vorbereitungsarbeiten für diese Projekt laufen bereits seit zwei Jahren - rund 3000 Einzelpläne mit den dazu gehörenden Änderungsprüfplänen sind in dieser Zeit erstellt und geprüft worden. Für die Endabnahme der neuen Sicherheitsleittechnik wurden zusätzlich 50 neue Prüfanweisungen ausgearbeitet.