AKW-Ersatz

EnBW modernisiert konventionelle Kraftwerke

Der Energiekonzern EnBW will im Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe sowie bei Kraftwerksblöcken in Marbach am Neckar und Walheim bei Ludwigsburg die Leistung um insgesamt fast 380 Megawatt erhöhen. Damit soll die Leistung des AKWs Obrigheim, das im Mai 2005 abgeschaltet wird, mittelfristig ersetzt werden.

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Stuttgart (ddp-bwb/sm) - Der Energiekonzern EnBW will mit der Modernisierung von drei konventionellen Kraftwerken "mittelfristig Ersatz" für das stillzulegende Atomkraftwerk Obrigheim schaffen. Wie das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mitteilte, soll im Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe sowie bei Kraftwerksblöcken in Marbach am Neckar und Walheim bei Ludwigsburg die Leistung um insgesamt fast 380 Megawatt erhöht werden.

Mit den Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe werde "die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg gestärkt", betonte die EnBW Kraftwerke AG.

In Block 7 des Rheinhafen-Dampfkraftwerks Karlsruhe soll die elektrische Leistung durch den Einsatz von strömungsoptimierten Turbinenschaufeln gesteigert werden. Der Einbau soll während der Jahresrevision 2005 erfolgen.

Im Kraftwerk Marbach werde "das Dampfteil des heizölbefeuerten Kombiblocks" reaktiviert. Der Block befindet sich seit 1998 "in Kaltreserve", erzeugte also keinen Strom mehr. Im Kraftwerk Walheim werde ein kohlebefeuerter Block reaktiviert, der sich seit April 2000 in Kaltreserve befindet. Beide Maßnahmen sollen bis Anfang 2005 umgesetzt sein.

Das AKW Obrigheim wird nach den bisherigen Plänen der EnBW den Leistungsbetrieb im Mai 2005 einstellen.