Bilanz

EnBW legt Rekordergebnis vor

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung verzeichnet. Der Konzernüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreswert um 64,1 Prozent auf 521,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute mitteilte. Alle wesentlichen Ziffern hätten einen "historischen Höchststand".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp/sm) - Vorstandschef Utz Claassen betonte auf der Bilanzpressekonferenz, dass dies nur in sehr geringem Umfang auf Preiserhöhungen bei Strom und Gas zurückzuführen sei. Der Anstieg beruhe vor allem auf der Umsetzung des Kostensenkungsprogramms, geringeren Abschreibungen und einem stark verbesserten Finanzergebnis.

Den Aktionären soll eine Dividendenerhöhung um 25 Prozent auf 0,88 Euro je berechtigter Aktie vorgeschlagen werden. Das Unternehmen habe bei allen wesentlichen Ergebnis-Ziffern einen "historischen Höchststand" erreicht, betonte Claassen.

Wie EnBW weiter mitteilte, erhöhte sich der Konzernumsatz um 18 Prozent auf 10,77 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Strom seien um 15 Prozent auf 8,15 Milliarden Euro gestiegen. Dies sei unter anderem auf gestiegene Umsätze der EnBW-Handelsgesellschaft zurückzuführen. In nur sehr geringem Umfang hätten die aufgrund erhöhter Kostenbelastungen gestiegenen Strompreise zur Ergebnisverbesserung beigetragen.

Der Gasumsatz erhöhte sich den Angaben zufolge um 36,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Neben den gestiegenen Gasbezugspreisen, die an die Endkunden weitergegeben worden seien, hätten auch deutlich erhöhte Umsatzerlöse der Handelsgesellschaft erheblich zum Anstieg des gesamten Gasumsatzes beigetragen, wurde betont.

Wie Claassen weiter sagte, strebt EnBW einen Ausbau des Marktanteils in Deutschland an. Eckpfeiler der künftigen Strategie sei die angestrebte Mehrheitsübernahme bei den Stadtwerken Düsseldorf. Der finanzielle Spielraum für eventuelle Zukäufe hat sich nach Einschätzung von Claassen auf Grund der guten Ergebnisse im vergangenen Jahr deutlich erhöht.