Fußball-Verfahren

EnBW kritisiert erneut Stuttgarter Staatsanwaltschaft

Bei EnBW befürchtet man eine rechtliche Ungleichbehandlung des Energieversorgers seitens der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, die erneut ermittelt. Zudem trage das Verfahren, in dem es um Einladungen zu Spielen des VfB Stuttgart geht, mittlerweile "Züge einer Rufschädigung".

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Karlsruhe (red) - Der Energieversorger EnBW bezeichnete die neuerlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen Einladungen zu Spielen des VfB Stuttgart gegen Umweltministerin Gönner und den Vorstandsvorsitzenden der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Prof. Dr. Claassen, am Montag als "absurd".

Aus Sicht der EnBW dränge sich mit Blick auf das Gebaren einzelner Staatsanwaltschaften mittlerweile der Verdacht auf, dass es bei diesen Ermittlungsverfahren nicht mehr um die objektive rechtliche Würdigung eines Sachverhaltes geht. Das Ermittlungsverfahren trage vielmehr "Züge eines neuerlichen Versuchs einer baden-württembergischen Ermittlungsbehörde zur unbegründeten Rufschädigung" gegenüber dem Unternehmen EnBW und seinem Vorstandsvorsitzenden.

Dafür spreche auch, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart den Verdacht, Prof. Dr. Utz Claassen habe Tanja Gönner zu zwei Bundesligaspielen eingeladen, bereits öffentlich gemacht habe, ohne vorher den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Der entsprechende Vorwurf sei objektiv und beweisbar falsch.

Zudem seien am besagten 3. Dezember 2005 nicht nur Umweltministerin Gönner, sondern auch verschiedene andere Landesminister bei verschiedenen Gastgebern zum Fußballspiel VfB Stuttgart gegen FC Bayern München eingeladen gewesen. Darunter sei auch der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll gewesen. Angesichts dieser Ereignisse scheine der Gleichbehandlungsgrundsatz bei einzelnen Staatsanwaltschaften offenbar keine Rolle mehr zu spielen, so EnBW-Vorstand Dr. Bernhard Beck.