In Berlin

EnBW-Klimakongress mit renommierten Teilnehmern

Heute und morgen informieren und diskutieren in Berlin auf dem Kongress "Klima im Wandel - Fakten, Folgen, Perspektiven" internationale Experten, Politiker und Unternehmer über die Auswirkungen des Klimawandels. Veranstalter ist der Energiekonzern EnBW.

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Berlin (red) - Zu den prominentesten Redner gehört Sir David King, wissenschaftlicher Chefberater der britischen Regierung, der gerade erst einen "dringlichen Aufruf" veröffentlicht hat. Darin fordert er eine kollektive, globale Reaktion. Wenn nicht schleunigst konsequent gehandelt werde, so King, "dann wird sich das auf hunderte von Jahren auswirken".

Neben King werden unter anderen der Weltbestsellerautor Tim Flannery aus Australien ("Wir Wettermacher"), der Klimaforscher Mojib Latif und der Jiahua Pan vom Research Center for Sustainable Development an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften neueste Ergebnisse aus der Forschung und Wege und Methoden zur Verhinderung eines verhängnisvollen Klimawandels diskutieren.

Die teilnehmenden Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler, zu denen auch der renommierte Chef des Potsdam Institutes für Klimafolgenforschung Hans Joachim Schellnhuber gehört, werden am Schlusstag des Kongresses eine "Berliner Erklärung" verabschieden, die die geeigneten Abwehrmaßnahmen benennt und Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu wirksamen Aktionen auffordert.

Auf dem Klimakongress wird auch Umweltminister Sigmar Gabriel reden. Per Video live zugeschaltet ist der ehemalige amerikanische Vizepräsident Al Gore. Gore, der seit langem für eine ökologische Orientierung in der Politik steht, hat unlängst in Cannes seinen Klima-Film "An Inconvenient Truth" vorgestellt. Der Film, der derzeit in den USA mit großem Erfolg läuft und in Deutschland im Oktober in die Kinos kommen soll, beschreibt in nüchterner Manier die fatalen Folgen des Klimawandels.

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