Kein Grund zum Verkauf

EnBW hält an seinem Stromnetz fest

EnBW verfolgt im Gegensatz zum E.ON-Konzern keine Pläne, sich von seinem Stromnetz zu trennen. EnBW-Vorstandschef Hans-Peter Villis sagte, er sehe keinen Grund, dieses Eigentum aufzugeben. Vielmehr sei er fest davon überzeugt, dass das Stromnetz zum Business der EnBW gehöre.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/sm) - Villis fügte hinzu, es müsse aber sichergestellt sein, dass das eingesetzte Kapital angemessen verzinst werde. Er kündigte Investitionen in die Instandhaltung des Stromnetzes und in die Versorgungssicherheit an. Die Netzstabilität leide unter dem Anstieg dezentraler Stromeinspeisungen. Dieses Problem könne noch zunehmen, wenn etwa im Zuge des Atomausstiegs weitere große Kraftwerkstandorte und damit die bisherigen Erzeugungsschwerpunkte wegfallen.

Villis nahm in Stuttgart an einer Sitzung des baden-württembergischen Kabinetts teil. Gemeinsam mit Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) warb er im Anschluss für eine Verlängerung der Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke. Dabei sagte er der Landesregierung zu, im Falle einer Laufzeitverlängerung einen Teil des dadurch erwirtschafteten Profits in erneuerbare Energien zu investieren.