EnBW gibt Startschuss für Markteinführung von Powerline

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com
Für die Bewohner des Stadtgebietes von Ellwangen am östlichen Rand der Schwäbischen Alb beginnt ein neues Zeitalter der Datenübertragung: Dort ist der Startschuss für die Markteinführung von Powerline gefallen. Etwa 7500 Stromkunden des in Ellwangen ansässigen EnBW Tochterunternehmens EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG (ODR) werden ab Sommer 2001 nicht nur Kilowattstunden, sondern auch Daten über das Stromnetz beziehen können. Entsprechend den individuellen Internet-Nutzungsgewohnheiten werden die Kunden nach der derzeitigen Planung unter mehreren Tarifen wählen können. Die unterschiedliche Tarifgestaltung berücksichtigt dabei Internet-Einsteiger und Gelegenheitssurfer genauso wie diejenigen, die stundenlang im World Wide Web unterwegs sind.


Obwohl die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) bis heute keine allgemein gültigen Frequenzen für den Betrieb von Powerline freigegeben hat, ist die EnBW zuversichtlich, dass bald eine Entscheidung fallen wird. Andernfalls müsste man sich zwischenzeitlich mit einer auf Ellwangen begrenzten Genehmigung zufrieden geben und Verzögerungen beim weiteren Ausbau in Kauf nehmen. Bis zum Frühsommer werden in Ellwangen etwa 80 Ortsnetztransformatoren mit Powerline Basisstationen ausgerüstet. Diese Geräte verwandeln die aus dem breitbandigen Telekommunikationsnetz kommenden Signale in Frequenzen im Megaherzt-Bereich, die auf die 400-Volt-Niederspannungskabeln aufmoduliert werden. Gemeinsam mit der elektrischen Energie können diese Frequenzen mit Hilfe eines Modems als Daten an jeder Steckdose empfangen werden. Die Steckdose wird dadurch zur Auffahrt auf die weltweite Datenautobahn und zum Multi-Media-Anschluss, über den in Ellwangen das Surfen im Internet und das Verschicken von E-Mails möglich wird.