Rekord

EnBW erzielt erstmals Milliardenüberschuss

Für das vergangene Jahr 2006 konnte der Energieversorger EnBW ein Rekordergebnis erzielen. Dabei wurde erstmals die Milliardengrenze überschritten. Doch ein Grund sich zurückzulehnen sei das Ergebnis keinesfalls, so EnBW-Chef Utz Claassen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (ddp/sm) - Der Energiekonzern EnBW hat das Jahr 2006 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Karlsruhe mitteilte, übertraf der erzielte Konzernüberschuss begünstigt durch steuerliche Einmaleffekte mit 1,003 Milliarden Euro erstmals in der Unternehmensgeschichte die Milliardengrenze. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspreche dies einer Steigerung um 88,8 Prozent. Die Dividende soll um rund 30 Prozent auf 1,14 Euro je berechtigter Aktie steigen.

EnBW-Chef Utz Claassen sagte, mit dem dritten Rekordergebnis in Folge und der Umsetzung des Kostensenkungsprogramms "Top Fit" habe das Unternehmen die Grundlage für die Zukunft geschaffen. Die Strategie werde dabei unter Beibehaltung der Prioritäten Baden-Württemberg - Deutschland - International auf den Grundpfeilern "Klimaschutz und Wachstum" aufbauen. Diese Begriffe stünden nicht in einem Widerspruch zueinander, betonte der Konzernchef.

Der Umsatz erhöhte sich den Bilanzzahlen zufolge um knapp 23 Prozent auf rund 13,22 Milliarden Euro. Im Geschäftsfeld Strom sei ein Umsatzplus von 18,7 Prozent auf rund 9,64 Milliarden Euro verbucht worden. Unter anderem soll ein Kundenzuwachs bei der EnBW-Tochter Yello Strom dazu beigetragen haben. Der Gasumsatz sei trotz eines reduzierten Absatzes um 31,2 Prozent auf etwa 2,76 Milliarden Euro gestiegen. Mit Energie- und Umweltdienstleistungen machte der Konzern gut 819 Millionen Euro Umsatz, was bereinigt um Änderungen des Konsolidierungskreises einem Plus von 12,3 Prozent entspricht.

Die Investitionen im abgeschlossenen Geschäftsjahr bezifferte der Konzern auf gut 630 Millionen Euro. Das Geld floss unter anderem in den Ausbau der Kraftwerke und Verteilungsanlagen. Mit Blick auf die Zukunft mahnte Claassen trotz der neuerlichen Rekordzahlen zu Vorsicht und Bescheidenheit und verwies dabei auf zunehmende Regulierungseinflüsse und "fragwürdige Versuche ordnungspolitischer Eingriffe". Es gebe keinen Grund sich zurückzulehnen. Das Unternehmen müsse auch in Zukunft "um jeden Euro kämpfen".