Strom-News
Für 2010Der Energieversorger EnBW erhöht seine Strompreise drastisch. So muss ein Durchschnittshaushalt über 55 Euro mehr bezahlten als im Vorjahr. Die aktuelle Erhöhung betrifft aber nicht alle Kunden der EnBW. Die Begründung für die steigenden Strompreise sind angeblich erhöhte Beschaffungskosten für Strom.
Karslruhe/Stuttgart (red) – Der Energieversorger Energie Baden-Württemberg erhöht stark die Strompreise. Die Preiserhöhung greift ab 1. Januar 2010 für Hundertausende Kunden der EnBW, so die Stuttgarter Zeitung. Ein Konzernsprecher teilte der Zeitung demnach mit, dass die erhöhten Stromkosten nur Kunden der Sonderverträge der EnBW beträfen.
Die Strompreiserhöhung soll im Durchschnitt 7,5 Prozent betragen. So bezahlt ein Durchschnittshaushalt im EnBW-Tarif "Aktiv Privat" mit einem Stromverbrauch von 3.400 Kilowattstunden 56,64 Euro mehr im Jahr. Der Energiekonzern begründete die Preiserhöhung mit steigenden Beschaffungskosten für Strom.
Die Preissteigerung sei nicht nachvollziehbar, insbesondere weil die Beschaffungskosten seit mehr als einem Jahr sinken, so Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher zu der Zeitung. Da Kunden bei einer Strompreiserhöhung immer ein Sonderkündigungsrecht haben, sollten die betroffenen Kunden die Möglichkeit nutzen, in einen günstigen Tarif zu wechseln. Unser Stromrechner zeigt, wie viel Sie mit einem Stromwechsel sparen können.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Die Stadtwerke Leipzig werden für 2010 die Strompreise in der Grundversorung erhöhen, da das Unternehmen die gestiegenen Kosten durch den Ausbau erneuerbarer Energien an die Kunden weitergeben müsse. Die Preisgarantie für den Stromtarif Bestpreis Strom bleibt aber bestehen und wird sogar noch einmal verlängert.
RWE-Chef Jürgen Großmann schließt eine erneute Erhöhung der Strompreise für 2010 nicht aus. Dies hänge auch vom Staat ab. Beispielsweise würden die staatlich regulierten Netzentgelte im nächsten Jahr steigen, zudem steigen die Abgaben für erneuerbare Energien.
Die Deutsche Umwelthilfe widerspricht der Behauptung, dass erneuerbare Energien im nächsten Jahr für höhere Strompreise sorgen. Die entlastenden Effekte durch den Zubau erneuerbarer Energien werden systematisch ignoriert, so die DUH.
Spielraum für Entlastungen der Energieverbraucher in Milliardenhöhe sieht der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Indem die Marktmacht der Energieriesen beschränkt und die Solarförderung gekürzt würde, können die Stromkunden um Milliarden entlastet werden.
Greenpeace wirft dem Energiekonzern EnBW Tricks zur Verlängerung der Laufzeit des Atomkraftwerks Neckarwestheim I vor. Der Konzern habe die Stromproduktion gedrosselt, da der Meiler sonst schon vor der Bundestagswahl hätte vom Netz gehen müssen. EnBW dementierte die Vorwürfe von Greenpeace.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!