Strom-News
AnkündigungDer Energiekonzern EnBW erhöht ab 1. August die Preise für Strom. Im Grundversorgungstarif "EnBW Komfort" kostet eine Kilowattstunde künftig 25,45 Cent, das sind 0,72 Cent mehr als bisher, wie der Energieversorger am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Zudem will der Konzern den Tarif der Gas-Grundversorgung neu regeln.
Karlsruhe (dapd/red) - Gründe für die Erhöhung im Strom-Segment seien veränderte staatliche Rahmenbedingungen wie die Ökostrom-Umlage sowie gestiegene Netzentgelte, hieß es.
Für einen Haushalt mit zwei oder drei Personen und mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.900 Kilowattstunden bedeutet die Erhöhung Mehrkosten von monatlich 1,75 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 2,6 Prozent.
Zudem will der Konzern den Gas-Grundversorgungstarif "EnBW Erdgas Plus" neu regeln und für Kunden transparenter und verständlicher machen. Ab August soll es nicht mehr mehrere Preiszonen, sondern nur noch einen einheitlichen Verbraucherpreis geben. Für zwei Drittel der Kunden bedeute das sinkende Kosten, hieß es. Bei einem jährlichen Verbrauch von weniger als 8.000 Kilowattstunden wird Gas um knapp sieben Prozent günstiger.
Höhere Kosten kommen hingegen auf Kunden mit einem extrem geringen Verbrauch von unter 2.000 Kilowattstunden pro Jahr zu. Das betrifft etwa Verbraucher, die nur mit Gas kochen oder einen Gasanschluss als Reserve haben. Sie müssen mit Mehrkosten zwischen 75 Cent und 6,16 Euro im Monat rechnen.
Zudem wird Gas für Kunden mit einem sehr hohen Verbrauch teurer. Liegt der Verbrauch bei mehr als 23.000 Kilowattstunden im Jahr, steigen die Kosten um ein bis sechs Prozent. Für Vielverbraucher erhöhe sich der Anreiz zum Energiesparen, erklärte das Unternehmen.
Für EnBW-Kunden und andere Gasverbraucher, die ihren Tarif einem Vergleich unterziehen wollen, lohnt sich unser kostenloser Tarifrechner - in vielen Fällen ist aufs Jahr gerechnet eine dreistellige Summe einzusparen. Zudem kann man sich mit einer Preisgarantie vor kurzfristigen Tariferhöhungen schützen.
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Die Regierung will Geringverdiener vor den steigenden Kosten der Energiewende schützen. "Strom darf nicht zum Luxusgut werden. Der Staat ist da gefordert, Hilfen anzubieten", sagte Umweltminister Peter Altmaier (CDU) dem "Spiegel". Darüber wolle man mit Wohlfahrtsverbänden sprechen.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen befürchtet für die kommenden Jahre einen weiteren Anstieg der Strompreise. Zu erwarten sei ein jährlicher Preisanstieg um jeweils zwei bis drei Prozent, sagte der Chef des Bundesverbandes, Gerd Billen, am Mittwoch in Mainz.
Viele Hartz-IV-Empfänger können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen. Deshalb haben die Energieversorger im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Paritätischen Gesamtverbands rund 200.000 Langzeitarbeitslosen den Strom gesperrt. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in seiner Ausgabe vom Dienstag.
Bundesumweltminister Peter Altmaier will, dass Strom auch künftig bezahlbar bleibt. Menschen sollten nicht aus Preisgründen überlegen, ob sie die Beleuchtung anschalten, sondern aus Umweltschutzgründen. Zudem will der neue Umweltminister die Frage nach der Kürzung der Solarförderung noch vor der Sommerpause vom Tisch haben.
Die Energiewende bietet nach Ansicht von Wissenschaftlern große Chancen für Deutschland. "Angesichts unserer unglaublichen Innovationskraft birgt die sinnvolle Nutzung der erneuerbaren Energien ein Riesenpotenzial", sagte Joachim Knebel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Nachrichtenagentur dapd.Strompreise vergleichen
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