Kartellamt gibt grünes Licht

EnBW darf bei MVV einsteigen

Anteilübernahme ja - Ausübung unternehmerischen Einflusses nein. So lauten die Auflagen, die das Bundeskartellamt an die Übernahme der E.ON-Anteile an der Mannheimer MVV Energie AG durch die EnBW gestellt hat. Welcher strategische Nutzen dann mit der Transaktion verbunden sein soll, bleibt fraglich.

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Düsseldorf (red) - Das Bundeskartellamt hat laut einem Bericht des "Handelsblatt" den Einstieg der EnBW bei der Mannheimer MVV Energie AG genehmigt. Allerdings ist die Transaktion offensichtlich mit hohen Auflagen verbunden, denn unternehmerischen Einfluss können Dr. Utz Claassen und ein Team aus Karlsruhe nicht nehmen.

Zudem muss sich die EnBW verpflichten, keine weiteren MVV-Anteile aus dem Streubesitz zu erwerben und auf einen Sitz im Aufsichtsrat zu verzichten, schreibt das "Handelsblatt" weiter.

Jetzt muss sich die EnBW nur noch mit E.ON über die Modalitäten einig werden, dann dürfte dem Verkauf nichts mehr im Wege stehen. E.ON wird sich im Zuge der Fusion mit Ruhrgas von 15,05 Prozent an der MVV Energie AG trennen müssen, die EnBW will diese übernehmen. In Mannheim gab es bis zuletzt dagegen Widerstand - die Auflagen des Kartellamtes sollten jedoch die weitere Unabhängigkeit sicher stellen.

Gleichzeitig kann die EnBW ihren Anteil an den Stadtwerken Weinheim von 24,9 auf 40 Prozent erhöhen. Dazu gab des Kartellamt ebenfalls grünes Licht.