Beleidigung

EnBW-Chef Claassen und Kommunalpolitiker legen Rechtsstreit bei

In dem vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf geführten Rechtsstreit zwischen EnBW-Chef Utz Claassen und dem Düsseldorfer Stadtrat i.R. Hans Otto Christiansen hat es einen Vergleich gegeben: Der Politiker verpflichtete sich, den Manager nicht mehr mit dem ugandischen Diktator Idi Amin zu vergleichen.

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Karlsruhe/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Der Rechtsstreit zwischen dem EnBW-Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen und dem Düsseldorfer SPD-Kommunalpolitiker Hans-Otto Christiansen wegen einer Beleidigung ist beigelegt. Wie die EnBW AG am Freitag in Karlsruhe mitteilte, verpflichtete sich Christiansen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf, Claassen nicht mehr mit dem früheren ugandischen Gewaltherrscher Idi Amin zu vergleichen. Claassen betonte, mit dem Unterlassungsversprechen sei der "absurde und beleidigende Vergleich" aus der Welt.

Der frühere Düsseldorfer Stadtrat Christiansen soll Claassen vorgeworfen haben, er trete auf "wie Idi Amin mit einem Messer zwischen den Zähnen, und das Blut läuft an den Mundwinkeln herunter". Claassen hatte dagegen zunächst beim Landgericht Düsseldorf Unterlassungsklage eingereicht, die jedoch abgewiesen wurde. In zweiter Instanz wurde nun ein gerichtlicher Vergleich geschlossen, der das Unterlassungsversprechen enthält.

Idi Amin hatte in den 70er Jahren Uganda als Diktator regiert. Seiner blutigen Gewaltherrschaft sollen mehrere 100 000 Menschen zum Opfer gefallen sein.