Spitzenmanagement

EnBW-Chef Claassen in EdF-Vorstand berufen

Der Vorstandsvorsitzende der EnBW, Prof. Dr. Utz Claassen (42), ist in den Vorstand der EdF in Paris berufen worden. Der Spitzenmanager soll beim EnBW-Großaktionär maßgeblich an der Definition der Strategie der EdF-Gruppe für Zentral- und Osteuropa mitwirken, behält aber weiterhin sein Amt als EnBW-Chef.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris/Karlsruhe (ddp.djn/sm) - Der Chef des Energiekonzerns EnBW, Utz Claassen, ist in den Vorstand des französischen Stromkonzerns Electricité de France (EdF) berufen worden. Das gab EdF-Präsident Pierre Gadonneix am Montag in Paris bekannt, wie die EnBW in Karlsruhe mitteilte. Die EDF ist als Großaktionär mit 45,01 Prozent an der EnBW beteiligt.

Die Berufung des 42-jährigen Claassen sei "auch Ausdruck des Bestrebens der EdF nach weiterer Internationalisierung sowie Verjüngung ihres Spitzenmanagements", hieß es weiter. Claassen soll maßgeblich an der Festlegung der Strategie der EdF-Gruppe für Zentral- und Osteuropa mitwirken. Sein Amt als EnBW-Vorstandschef werde Claassen "weiterhin unverändert" ausfüllen.

Der Vorstand der EnBW betrachte diese "für einen deutschen Manager bisher sehr seltene Berufung in den Vorstand eines französischen Großkonzerns" als Vertrauensbeweis. Die sei eine "großartige Chance" zur weiteren Vertiefung der strategischen Partnerschaft zwischen EdF und EnBW.

Die EdF ist den Angaben zufolge der größte Stromkonzern der Welt. Sie beschäftigt in ihrer Gruppe weltweit 161 560 Mitarbeiter.