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EnBW bereitet Marktbezug von Regelenergie vor

Wie dem Bundeskartellamt im Februar dieses Jahres zugesagt, hat die EnBW jetzt ein transparentes Verfahren für die Ausschreibung von Regelenergie entwickelt. Rückwirkend zum 1. Februar 2000 wird nun ein von den Regelungen der Verbändevereinbarung II abweichendes Abrechnungssystem für Ausgleichsenergie angewandt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Die EnBW Transportnetze AG hat ein transparentes Verfahren für die Ausschreibung von Regelenergie entwickelt, das für mehr Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt sorgen soll. Mit diesem Verfahren werden die Zusagen der EnBW umgesetzt, die das Bundeskartellamt am 21. Februar 2002 dazu veranlasst haben, das Missbrauchsverfahren gegen den Versorger einzustellen.

Das Bundeskartellamt hatte im Oktober 2001 gegen die EnBW Transportnetze AG sowie gegen HEW, BEWAG und VEAG ein Missbrauchsverfahren eingeleitet. Den Unternehmen wurde vorgeworfen, ihre Position als Übertragungsnetzbetreiber auszunutzen, um unangemessen hohe Preise für Ausgleichsenergie durchzusetzen. Die EnBW hatte daraufhin dem Bundeskartellamt zugesagt, rückwirkend zum 1. Februar 2000 ein von den Regelungen der Verbändevereinbarung II abweichendes Abrechnungssystem für Ausgleichsenergie anzuwenden. Dabei verzichtet die EnBW für den Zeitraum vom 1. Februar 2000 bis zum 31. Dezember 2002 auf die Erhebung eines Leistungspreises für Überschreitungen des "Standardtoleranzbandes" nach Verbändevereinbarung II. Weiter hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, ab 1. Januar 2002 die Preise für Ausgleichsenergie für jede Viertelstunde aus den tatsächlichen Beschaffungskosten in diesem Zeitraum zu ermitteln. Darüber hinaus beabsichtigt die EnBW, ab 1. August 2002 ihren Bedarf an Regelenergie am Markt zu decken.