Deutsch-französische Wasserkraft-Projekte

EnBW beginnt mit Neubau der Wasserkraftanlage Kehl

Wie die Energie Baden-Württemberg (EnBW) mitteilt, haben mit einem symbolischen Spatenstich gestern offiziell die Bauarbeiten für das Wasserkraftwerk Kehl begonnen. Die Anlage entsteht als deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt und soll ab Ende 2007 rund 8.200 Megawattstunden pro Jahr produzieren.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart/Kehl (red) - Der Neubau der Anlage in Kehl, die bereits Ende 2007 in Betrieb gehen soll, ist nach Betreiberangaben Teil eines Gemeinschaftsprojekts von EnBW Kraftwerke AG und des französischen Stromkonzerns EDF über die Tochterunternehmen Rheinkraftwerk Iffezheim GmbH (RKI) und Centrale Electrique Rhenane de Gambsheim (CERGA), an denen beide Unternehmen je 50 Prozent der Anteile halten. Im Rahmen dieses Projekts wird CERGA in Kürze am Kulturwehr Breisach ebenfalls mit dem Bau eines Wasserkraftwerks beginnen. Das Investitionsvolumen beträgt für beide Projekte etwa 14,1 Millionen Euro.

Da der Oberrhein gleichzeitig die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Frankreich ist, wurde Ende 2000 für die Nutzung der Wasserkraft ein entsprechender deutsch-französischer Staatsvertrag geschlossen werden. Der Vertrag sieht eine zusammenhängende und zeitgleiche Realisierung dieser beiden Projekte durch Partnerunternehmen vor. Dementsprechend haben den Angaben zufolge Anfang 2001 die beiden Gesellschaften RKI und CERGA die erforderlichen wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren sowohl in Deutschland für die Anlage Kehl als auch in Frankreich für das Breisacher Projekt eingeleitet.

"Neben Maßnahmen zum Schutz der Fische gewährleistet die teils unterirdische Realisierung der Bauwerke, dass das Landschaftsbild und der Erholungswert durch die Anlage nicht beeinträchtigt werden", betonte RKI-Geschäftsführer Dr. Nicolaus Römer im Rahmen des feierlichen ersten Spatenstichs.

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