EMR sehen sich für Wettbewerb gerüstet

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Elektrizitätswerke Minden-Ravensberg (EMR) sehen sich für den Wettbewerb im liberalisierten Strommarkt bestens gerüstet: "Wir schwimmen oben mit, und wir werden weiter oben mitschwimmen", sagte EMR-Privatkunden-Vertriebsleiter Klaus Starke. Gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Rainer Brockmann berichtete Starke vorgestern über die EMR-Strategien am neuen, liberalisierten Strommarkt.


Die Preiskampf-Offensive der RWE (das Strom-Magazin berichtete), so Starke, habe der EMR zwar eine Menge Anrufe beschert, nicht aber eine Krisensitzung: "Wir gehören bundesweit zu den Spitzenreitern, und wir gedenken, es auch zu bleiben."


Bei den Single-Haushalten rangiere die EMR nach wie vor bundesweit an erster Stelle: Die EMR liege mit einem Preis von derzeit 27,84 Pfennig pro Kilowattstunde bei den Single-Haushalten "bundesweit an erster Stelle", so Starke. Single-Haushalte verbrauchen pro Jahr nur zwischen 1500 und 1600 Kilowattstunden.


Hinsichtlich etwaiger Vorauszahlungen zieht die EMR weitere Preis-Vorteile in Erwägung: "Wir denken da an Treue- und Bonus-Programme", sagte Geschäftsführer Brockmann. "Für alle, die uns das Leben durch eine Vorauszahlung erleichtern, könnten wir uns zum Beispiel eine Bündelung vorstellen", erklärte er. Und: "Im Frühjahr 2000 werden wir mit solchen Programmen an den Markt gehen". Das bedeutet, dass alle EMR-Kunden, die vorab zahlen, zu einer Art Verbraucher-Gemeinschaft zusammengefasst werden könnten. Diese würden dann als Großabnehmer gelten und auch die entsprechenden Preise in Anspruch nehmen dürfen. Derzeit zählt die EMR rund 280.000 Tarif-, 4000 Sondervertrags- und 20.000 Gewerbekunden - für den Endverbraucher würde sich ein solches Programm also sicherlich lohnen!