Initiative Pro Windkraft

Emnid-Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung für Förderung erneuerbarer Energien

Der ehemalige Staatssekretärs des Bundesumweltministeriums und jetzige Sprecher der Initiative Pro Windkraft, Clemens Stroetmann, hat heute in Hannover das Ergebnis einer aktuellen Emnid-Umfrage vorgestellt. Danach ist für 96 Prozent der Bevölkerung die Förderung erneuerbarer Energien wichtig oder sehr wichtig.

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"Frischer Wind für Deutschland", das ist es, was nach den Worten des ehemaligen Staatssekretärs des Bundesumweltministeriums, Clemens Stroetmann, CDU, die Menschen von der kommenden Bundesregierung und den sie dann tragenden Parteien in der Energiepolitik erwarten. Stroetmann, Sprecher der Initiative Pro Windkraft, stellte heute in Hannover das Ergebnis einer aktuellen Emnid-Umfrage vor. Danach ist für 96 Prozent der Bevölkerung die Förderung erneuerbarer Energien wichtig oder sehr wichtig.

90 Prozent der Befragten sind der Meinung, die Politik sollte sich angesichts der Klimaveränderung intensiv um die Förderung der regenerativen Energien kümmern. 76 Prozent sind sogar der Auffassung, dass eine Partei, die die Förderung erneuerbarer Energien streichen will, keine Regierungsverantwortung übernehmen dürfe. Dieses Ergebnis sollte bei den politischen Parteien noch einmal zum "Belüften" der energiepolitischen Programme und beim Wähler zum genauen Hinsehen führen, sagte Stroetmann. Besonders die FDP müsse aufpassen, dass ihre Forderung nach Abschaffung des Energieeinsparungsgesetzes nicht mit dazu beitrage, die 18-Prozent-Kerze auszublasen.

Aber auch bei der SPD lasse das Wahlprogramm Klarheit und Perspektive vermissen, wenn man sich auf "Zusammenführung und Fortentwicklung" der "erforderlichen Maßnahmen" in einem "nationalen Energieprogramm" begrenze, für 2010 eine Verdopplung der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung fordere, sich aber über konkrete Maßnahmen ausschweige. Die Union will zwar den Anteil der Erneuerbaren verdoppeln, fordere eine "weitere Förderung", die "wettbewerbsorientiert" sei und setze auf den Einsatz "marktwirtschaftlicher Instrumente" - schweige sich aber darüber aus, wie und in welcher Zeitachse dies konkret umgesetzt werden soll. Demgegenüber sei die Aussage im Programm Bündnis 90/Die Grünen, nach denen die "energiepolitischen Instrumente wie das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sachkundig und engagiert verbessert und weiterentwickelt werden soll", von geradezu umwerfender Konkretheit.

Stroetmann forderte die Parteien auf, regenerative Energien stärker als bisher in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen zu rücken.