Sturmfolgen

"Emma" kappt Stromversorgung in einigen Teilen Deutschlands

Umgestürzte Strommasten oder durch umgeknickte Bäume zerrissene Stromleitungen haben am Wochenende in einigen Regionen Deutschlands zu Stromausfällen geführt. Allein in Bayern vermeldet E.ON zeitweise Ausfälle der Energieversorgung bei rund 150.000 Kunden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz/München (ddp-lbg/ddp-bay/sm) - Das Sturmtief "Emma" hat am Samstag 700 Brandenburger Kunden der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) von der Stromversorgung abgeschnitten. Betroffen waren die Südbrandenburger Kreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße, teilte ein Firmensprecher am Samstag im sächsischen Chemitz mit. Insgesamt waren in Brandenburg den Angaben der Feuerwehr zufolge vorübergehend bis zu 25.000 Haushalte ohne Strom. Grund waren umgestürzte Strommasten oder durch umgeknickte Bäume zerrissene Stromleitungen. Wie enviaM weiter mitteilt, seien in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 16.000 Kunden des Versorgers zwischenzeitlich ohne Strom gewesen.

Auch in großen Teilen Bayerns hat "Emma" zu Unterbrechungen in der Stromversorgung geführt. Insgesamt seien am Samstag zeitweise rund 5000 Transformatorenstationen ausgefallen, über die etwa 150.000 Kunden versorgt würden, teilte E.ON am Sonntag in München mit. Bäume seien in Leitungen gestürzt, was zu Seilrissen und Mastbrüchen geführt habe. Am schwersten betroffen waren den Angaben nach der oberfränkische Raum, die Gebiete um den Oberpfälzer und Bayerischen Wald, die Regionen um Weiden und Regen sowie der Voralpenbereich.

Dem Unternehmen zufolge ist das 175.000 Kilometer umfassende Nieder- und Mittelspannungsnetz mittlerweile wieder im normalen Betriebszustand. E.On-Sprecher Peter Wendler sagte auf ddp-Anfrage, der Großteil der betroffenen Kunden sei bereits am Samstagnachmittag wieder mit Strom versorgt worden. In vielen Haushalten sei der Strom auch nur für kurze Zeit ausgefallen, ergänzte er. Im Laufe des Sonntags seien alle Störungen behoben worden, sagte Wendler. Die vollständige Beseitigung der Sturmschäden wird den Angaben nach aber noch einige Wochen dauern.