Tendenz

Emissionshandel: Kohlendioxidausstoß 2006 ebenfalls leicht gestiegen

Die deutschen Unternehmen, die am Emissionshandel teilnehmen, haben im vergangenen Jahr 3,6 Millionen Tonnen mehr Kohlendioxid ausgestoßen als im Jahr 2005. Der Emissionshandel umfasst derzeit 54 Prozent der nationalen Kohlendioxidemissionen, teilte das Umweltbundesamt (UBA) weiter mit.

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Dessau (red) - Insgesamt lägen dort aber die Emissionen auch im Jahr 2006 mehr als 20 Millionen Tonnen unter der Menge an kostenlos ausgegebenen Emissionsberechtigungen. In der laufenden Handelsperiode, die am 31. Dezember 2007 endet, verfügen die am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen über 499 Millionen Emissionsberechtigungen pro Jahr. Dr. Hans-Jürgen Nantke, Leiter der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im UBA: "In der zweiten Handelsperiode verringert sich die Zuteilungsmenge auf 453 Millionen Emissionsberechtigungen pro Jahr zur Verfügung, davon 11 Millionen für Anlagen, die zur Zeit noch nicht vom Emissionshandel erfasst werden. Im Vergleich zu 2006 muss der Kohlendioxid-Jahresausstoß im Emissionshandel damit um 35 Millionen Tonnen verringert werden."

Eine der Ursachen des leichten Anstiegs ist laut UBA vermutlich das hohe Wirtschaftswachstum in 2006. Die Angaben basieren auf den verifizierten Meldungen der emissionshandelspflichtigen Unternehmen in Deutschland für das Jahr 2006. Diese Meldungen liegen der DEHSt nahezu vollständig vor. Die DEHSt hat mit der Prüfung der zu Grunde liegenden Emissionsberichte der Unternehmen begonnen. Detaillierte Auswertungen zu den Kohlendioxid-Emissionen des Emissionshandelssektors stehen dann ab Mitte April zur Verfügung.