144 700 Zertifikate

Emissionshandel an Börse EEX verhalten gestartet

Der bisherige Verlauf des Kohlendioxid-Emissionshandels an der European Energy Exchange AG (EEX) war verhalten. Zwar wurden in den ersten acht Wochen 88 der insgesamt 113 EEX-Spotmarktteilnehmer für Kohlendioxid-Geschäfte freigeschaltet, es wurden jedoch lediglich 144 700 Emissionsrechte gehandelt, teilte die EEX mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Der Handel mit Kohlendioxid-Emissionsrechten ist an der Europäischen Energiebörse EEX in Leipzig verhalten gestartet. Seit Handelsbeginn am 9. März hätten lediglich 144 700 Zertifikate den Besitzer gewechselt, wie die EEX am Dienstag in Leipzig mitteilte. Bei den Umsätzen habe man sich deutlich mehr erhofft, sagte Börsensprecher Stefan Nießen auf ddp-Anfrage. Allerdings sei der Emissionshandel noch ein neuer Markt, der sich erst entwickeln müsse.

Zudem werde erst nach einem Jahr, am 30. April 2006, abgerechnet, wenn die Firmen eine ausgeglichene Kohlendioxid-Bilanz vorweisen müssten. Es sei daher zu erwarten, dass kurz vor Ablauf des Jahres das Handelsvolumen stark ansteigen wird, sagte Nießen. Die Preisspanne bewege sich bisher zwischen 10,40 Euro und 17,70 Euro pro Tonne Kohlendioxid.

Der Handel mit Luftverschmutzungsrechten war formell EU-weit zum Jahresanfang gestartet. In der ersten Handelsperiode von 2005 bis 2007 nehmen in Deutschland rund 1860 Anlagen von Energiewirtschaft und energieintensiver Industrie daran teil. An der EEX handeln zurzeit 88 Teilnehmer mit Kohlendioxid-Zertifikaten. Das Prinzip beruht darauf, dass eine Höchstmenge an Emissionen pro Anlage staatlich festgelegt wird, die sich dann auf die betroffenen Unternehmen aufteilt.