Neues Sammelsystem

Elektroschrott: Ab Freitag nicht mehr in den Hausmüll

Ab Freitag dürfen deutsche Verbraucher ausrangierte Elektronikteile, etwa Kühlschrank, Fernseher oder Glühlampe, nicht mehr im normalen Hausmüll entsorgen. Sie müssen stattdessen bei kommunalen Sammelstellen abgeliefert werden, die verpflichtet sind, die Geräte kostenlos anzunehmen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Das neue Elektronikgesetz verpflichtet wiederum die Hersteller der Elektronikgeräte, die Altgeräte bei den Kommunen abzuholen und entsprechend zu verwerten. Wer dafür allerdings die Kosten übernimmt, ist momentan noch unklar. Hersteller und Importeure erwarten jedenfalls Mehrkosten von bis zu 500 Millionen Euro, die - so vermutet beispielsweise das "Handelsblatt" - wahrscheinlich an die Konsumenten weitergegeben werden. Im Klartext hieße das, Elektronikgeräte werden sich noch in diesem Jahr verteuern, haben es zum Teil schon. Deutlich teurer sollen insbesondere Energiesparlampen und Kühlgeräte werden, da ihre Entsorgung kompliziert ist.

Momentan sind die 15 000 kommunalen Sammelstellen noch nicht alle voll eingerichtet, die Aufsicht hat die Stiftung Elektro-Altgeräteregister, in der sich die Hersteller zusammengeschlossen haben. Dort eintragen lassen müssen sich alle Hersteller und Importeure, die in Deutschland Elektronikgeräte auf den Markt bringen. Offiziellen Schätzungen zufolge müssen jährlich etwa 100 000 Container mit Elektroschrott von den Sammelstellen zu den Recyclern transportiert werden, schreibt das "Handelsblatt".

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