Geschäftsjahr 2000

Elektromark zahlt stabile Dividende

Der Hagener Energieversorger Elektromark verzeichnet wegen wettbewerbsbedingten Preisnachlässen einen Umsatzrückgang von fünf Millionen Euro. Allerdings konnten durch den Einsatz von Sekundärbrennstoffen die Stromerzeugungskosten gesenkt werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
"Elektromark hat sich in diesem schwierigen Wettbewerbsumfeld behauptet und zugleich mit einer umfassenden Palette an Produkten und Dienstleistungen in allen Marktsegmenten als Partner rund um das Thema Energie und Infrastruktur positioniert." Mit diesen Worten bilanzierte der Hagener Energieversorger Elektromark das Geschäftsjahr 2000. Für das Unternehmen sei deutlich geworden, dass strategische Kooperationen bzw. Unternehmenszusammenschlüsse durch die Realisierung von Synergien erhebliche Kostensenkungspotenziale erschließen können. Die Vorbereitungen zu einem Zusammenschluss der Elektromark AG mit der Stadtwerke Hagen AG würden deshalb derzeit intensiv vorangetrieben.

In einem schwierigen Marktumfeld konnte Elektromark im Geschäftsjahr 2000 den Stromverkauf im Netzgebiet um 8,2 Prozent steigern. Mit Ausnahme der Speicherwärmekunden trugen alle Kundengruppen zu diesem Anstieg bei. Nachdem im Berichtsjahr die Sondervertragskunden nahezu vollständig gehalten werden konnten, wirkte sich die insgesamt erfreuliche konjunkturelle Entwicklung entsprechend positiv auf den Stromverkauf aus. Darüber hinaus erfolgt die Lieferung elektrischer Energie an die Stadtwerke Lüdenscheid ab dem 1. Januar 2000 wieder in vollem Umfang durch Elektromark, nachdem im Jahr 1999 die Lieferung eines Zwanzig-Megawatt-Grundlastbandes durch einen anderen Stromversorger erfolgte. Neben dem Anstieg im Netzgebiet konnte die Abgabe an das Verbundnetz erheblich erhöht werden. Absatzbedingt nahm die Strombeschaffungsmenge zu. Die Strombeschaffung hat sich im Berichtsjahr um 19,6 Prozent erhöht. Im Mittelpunkt der Vertriebs- und Marketingstrategie standen im abgelaufenen Geschäftsjahr Maßnahmen zur Kundenbindung.

Um rund ein Fünftel stieg im Berichtsjahr die gesamte Strombeschaffung der Elektromark. Der Eigenerzeugungsanteil betrug etwa vierzig Prozent. Der Bezug über einen Strombezugsvertrag und den Stromhandel wurde auf fast sechzig Prozent gesteigert. Mit eigenen Kraftwerkskapazitäten, die im Stromhandel flexibel verfügbar sein müssen, konnte jedoch die Jahreshöchstlast 2000 von 910 Megawatt mit 575 Megawatt zu 63 Prozent gedeckt werden. Zudem hat Elektromark im Berichtsjahr am Kraftwerksstandort Herdecke die Mitverbrennung von Sekundärbrennstoffen fortgesetzt. Beim Staatlichen Umweltamt wurde ein bis Ende 2001 befristeter Versuchsbetrieb an den Kraftwerksstandorten Werdohl-Elverlingsen sowie Herdecke mit Substitutbrennstoffen aus Siedlungsabfällen und Brennstoffen aus produktspezifischen Gewerbeabfällen angezeigt. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Mitverbrennung in den Anlagen der Elektromark technisch möglich ist und die Emissionen durch die Rauchgasreinigungsanlagen unterhalb der gesetzlich geforderten Grenzwerte liegen.

Die Umsatzerlöse der Elektromark sind im vergangenen Berichtsjahr trotz des Absatzanstiegs von 285,9 Millionen Euro auf 280,8 Millionen Euro zurückgegangen. Die Erlöse aus dem Stromverkauf verminderten sich um 23,2 Millionen Euro auf 237,9 Millionen Euro. In diesem Betrag ist mit 12,5 Millionen Euro die seit dem 1. April 1999 erhobene Stromsteuer enthalten. Der Jahresüberschuss ist im Jahre 2000 im Vergleich zum Vorjahr von 12,2 Millionen Euro um 3,3 Millionen Euro auf 8,9 Millionen Euro gesunken. Davon wurden 0,3 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn von 8,6 Millionen Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 13 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 66,5 Millionen Euro zu verwenden.