Strategien

Elektroautos: Neues von BMW und Porsche

BMW startet in rund zwei Jahren eine Reihe von Elektroautos mit Kunststoffkarosserie. Das kündigte der bayerische Hersteller am Montag in München an. Porsche hingegen hat die Einführung eines reinen Elektroautos weit in die Zukunft geschoben und fällt damit hinter die deutsche Konkurrenz zurück.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München/Stuttgart (dapd/red) - Laut "Automobilwoche" sagte der Leiter der Abteilung Innovationen und Konzepte des Stuttgarter Sportwagenherstellers, Armin Müller, es könne noch zehn bis 15 Jahre dauern, bis Porsche ein vollelektrisches Fahrzeug auf den Markt bringe. Ein Firmensprecher erklärte am Dienstag in Stuttgart auf Anfrage, ein Termin für den ersten reinen E-Porsche sei bisher nicht genannt worden.

Allerdings verstärke der Sportwagenbauer die Einführung von Hybridmodellen, hieß es. Konkurrenten wie Daimler, Audi oder die Porsche-Mutter Volkswagen haben bereits die Serienproduktion von Elektromobilen aufgenommen oder stehen unmittelbar davor. Audi peilt sogar mit dem e-tron einen Elektro-Sportwagen für 2012 an.

BMW will ab 2013 zwei Elektro- und Hybridautos mit extrem leichter Kunststoffkarosserie unter der neuen Submarke "BMW i" auf den Markt bringen. Als BMW i3 werde der erste nur mit Batterie betriebene, bisher als Megacity Verhicle geplante BMW vom Band laufen, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson am Montag in München.

Kurz darauf werde der Sportwagen BMW i8 mit Hybridmotor folgen. Beide Fahrzeuge bestehen aus einem Aluminium-Chassis und einer Fahrgastzelle aus extrem leichtem, mit Kohlenstofffasern verstärktem Kunststoff. Damit "kompensieren wir das Mehrgewicht der Batterien praktisch vollständig", sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. Der BMW i3 mit Elektromotor sei maßgeschneidert für Großstädte. Der Hybrid i8 mit Kraftstoffmotor "für dynamische Überlandfahrten" verbinde die "Fahrleistungen eines Hochleistungssportlers" mit dem Verbrauch und Schadstoffausstoß eines Kleinwagens.

Die beiden neuartigen BMW i3 und i8 sollen in Leipzig produziert werden. Der Konzern werde dort 400 Millionen Euro investieren und 800 Arbeitsplätze schaffen, sagte Draeger.

Die Submarke BMW i stehe für Innovation wie die Submarke BMW M für besonders starke Motoren, erklärte Chefdesigner Adrian van Hooydonk. Äußere Erkennungszeichen der Umwelt-Reihe seien eine schräg nach hinten laufende C-Säule, eine blau umrandeter Kühlergrill und ungewöhnlich große Räder.