VBEW Energie-Forum

Elektrizitätswirtschaft fordert schlüssiges Energiekonzept

Auf dem vom Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft organisierten Energie-Forum im Schweinfurt forderte die Energiewirtschaft verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen in neue Kraftwerke. Deutschland dürfe nicht zu einem Stromimportland werden. Ohne einen ausgewogenen Energie-Mix bliebe eine wettbewerbsfähige Stromversorgung ein Wunsch.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

"Deutschland darf kein Stromimportland werden." Darin waren sich die Teilnehmer des vom Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) organisierten Energie-Forums in Schweinfurt einig. Daher forderte der VBEW von der Bundesregierung verlässliche politische Rahmenbedingungen. Nur so könnten die ab 2007 notwendigen Kraftwerksinvestitionen realisiert werden.

Zuvor hatte der Verband bemängelt, dass derzeit kein Konzept vorliege, wie Kernenergie ersetzt werden könnte. Alle derzeit vorliegenden Lösungsansätze würden Kosten und Emissionen in schwindelerregende Höhen treiben und so die Stromerzeugung in Deutschland gefährden. Dr. Walter Hohlefelder von der E.ON Energie AG wies darauf hin, dass der Ausbau der Windkraft in Deutschland zwar richtig und wichtig sei, aber die Kernkraft nicht ersetzen könne. Daher müssten Investitionen in fossile Kraftwerke erfolgen - mit der Konsequenz steigender Emissionen. Ohne verlässliche politische Rahmenbedingungen werde aber kein Kraftwerksbetreiber in neue Kraftwerke investieren. So müsste zum Beispiel schnellstmöglich Klarheit über die Ausgestaltung des Emissionshandels herrschen.

Dr. Peter Deml, VBEW-Vorstandsvorsitzender, wies darauf hin, dass das Stromgeschäft bereits internationaler geworden ist. Deutschland dürfe aber auf keinen Fall durch mangelnde Kraftwerksinvestitionen zu einem Stromimportland werden mit all den Konsequenzen für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Umwelt. Dr. Herbert Rüth, Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium, ergänzte: "Ohne ausgewogenen Energiemix einschließlich Kernenergie bleibt eine leistungs- und wettbewerbsfähige, klimaverträgliche Stromversorgung ein unerfüllbarer Wunsch."