Elektrizitätswerk Hammermühle triumphieren über die KEVAG

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Der Streit zwischen dem Westerwälder Elektrizitätswerk Hammermühle (EWH Hammermühle) als selbstständiger Stromversorger und dem Regionalversorger KEVAG währt bereits seit einem Jahr. Ende 1998 hatte das EWH Hammermühle den liberalisierten Strommarkt genutzt und sich von der KEVAG getrennt. Schon im März 2000 hatte das Elektrizitätswerk Hammermühle Unterstützung vom Landgericht Mainz bekommen: Damals hatte das Gericht der Klage des kleinen Versorgers gegen den Ex-Monopolisten KEVAG per einstweiliger Verfügung stattgegeben. Das Gericht stellte fest, dass die KEVAG die Durchleitung verweigert hatte.


Kürzlich hat das Gericht dieses Urteil noch mal bestätigt. Es führt aus, dass "die KEVAG mit der Verweigerung des Zusendens der für die Durchleitung erforderlichen Verträge gerade deren Abschluss und damit eine Weiterleitung des seitens der EWH Hammermühle erzeugten bzw. erworbenen Stroms an ihre Kunden durch ihre Leitungsnetze verhindern wollte." Das Gericht entschied zudem, dass der KEVAG die Kosten des Verfahrens zu tragen hat.