Energieriese in Westeuropa

Elefantenehe: Suez will Electrabel komplett

Der fünftgrößte europäische Energieversorger Suez aus Frankreich will die belgische Electrabel, an der er bereits 51 Prozent der Anteile hält, nun komplett übernehmen und legte in dieser Woche ein Übernahmeangebot in Höhe von 11,2 Milliarden Euro für die ausstehenden 49 Prozent vor.

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Paris (red) - Das französische Energieunternehmen Suez will verschiedenen Medienberichten zufolge den belgischen Konkurrenten Electrabel, an dem es bereits Anteile hält, komplett übernehmen. Der fünftgrößte Energieversorger Europas hält bereits 51 Prozent an Electrabel und legte in dieser Woche ein Übernahmeangebot in Höhe von 11,2 Milliarden Euro für die ausstehenden 49 Prozent vor.

Suez bietet je Electrabel-Aktie 322 Euro in bar sowie vier eigene Aktien, was Electrabel mit 410 Euro je Aktie bewertet. Belgische Gemeinden halten 4,65 Prozent des Electrabel-Kapitals, die restlichen 45,27 Prozent befinden sich in Streubesitz. Die Finanzierung will Suez zum Teil durch eine Kapitalerhöhung über 2,5 Milliarden Euro sichern, schrieb "Die Welt" in dieser Woche.

Suez sei vor allem auf die Barmittel des belgischen Unternehmens aus, denn es gäbe kaum Möglichkeiten für Synergien, heißt es in dem Bericht weiter. Der französische Konzern erhalte so Zugang zu Electrabels Cash-flow in Höhe von schätzungsweise 1,8 Milliarden Euro.

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