Übernahmepoker

Electrabel verkauft Anteil an spanischem Energieversorger an EnBW-Partner

Das Bieterverfahren um die viertgrößten spanischen Stromversorger Hidrocantabrico bleibt weiter spannend: Während die Aktionäre heute entscheiden müssen, wer den Zuschlag bekommt, hat die EnBW mit Partner Ferroatlantica ihre Position nochmal gestärkt.

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Nachdem die Essener RWE AG aus dem Bieterverfahren um den viertgrößten spanischen Stromversorger Hidroeléctrica del Cantabrico (Hidrocantabrico) aussteigen musste, weil die Offerte überboten worden war, bleiben nur noch drei Interessenten: der spanische Mischkonzern Ferroatlantica zusammen mit der EnBW, ein Konsortium um die spanische Bank Cajastur und die portugiesische Electricidade de Portugal (EDP), die bereits 35 Prozent der Anteile besitzt.


EnBW und Partner Ferroatlantica konnten jetzt ihre Position in dem Bieterkrimi nochmals stärken: Wie belgische Medien am Wochenende berichteten, hat der belgische Versorger Electrabel seinen Anteil an Hidrocantabrico an Ferroatlantica zum Preis von 27,30 Euro je Aktie verkauft. Electrabel hielt seit Juli vergangenen Jahres zehn Prozent an dem spanischen Versorger. Heute müssen die Aktionäre von Hidrocantabrico entscheiden, welches Angebot sie annehmen.