Schutz

Eisbarriere in der Atomruine Fukushima steht

In der Atomruine im japanischen Fukushima wurde die Eisbarriere, die das Grundwasser vor weiterer Kontaminierung schützen soll, endlich fertig gestellt. Das Wasser konnte zuvor ungehindert in die kontaminierten Kellerräume abfließen.

Zählrohr© djama / Fotolia.com

Tokio - Der Betreiberkonzern der Atomruine im japanischen Fukushima hat rund um die Reaktoren eine unterirdische Eisbarriere geschaffen. Die gefrorene Erde soll die Kontaminierung des Grundwassers eindämmen, wie der Konzern Tokyo Electric Power (Tepco) am Donnerstag mitteilte. Wegen der Eisbarriere soll weniger Wasser in die stark verseuchten Kellerräume der Gebäude fließen.

Eisbarriere kostet 265 Millionen Euro

Tepco hatte 2014 mit der Errichtung der rund 1,5 Kilometer langen und etwa 30 Meter tiefen unterirdischen Sperre begonnen. Die Arbeiten endeten im Februar. Das beispiellose Projekt kostete rund 300 Millionen US-Dollar (265 Millionen Euro) Steuergelder. Am Mittwoch hatten Japans Behörden Tepco die Inbetriebnahme genehmigt. Die Regierung hofft auf baldige Erfolge, wie Regierungssprecher Yoshihide Suga mitteilte.

Am 11. März 2011 war es in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gekommen.

Quelle: DPA