37 000 Tonnen Abfall

Einsturzgefahr im ehemaligen Endlager Morsleben: Behörden dementieren

Der ehemalige Salzstock Gorleben wird als Endlager für etwa 37 000 Tonnen radioaktiven Müll genutzt. Gestern berichtete die Mitteldeutsche Zeitung über akute Einsturzgefahr. Die zuständigen Behörden bestritten dies jedoch.

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Eine Beitrag in der gestrigen Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung über zunehmende Sicherheitsrisiken im Endlager Morsleben hat für große Aufregung gesorgt. Nach Informationen der Zeitung hätten Experten des Bergamtes in Straßfurt in einem inoffiziellen Papier vor einem akuten Einsturz gewarnt. Auch der Umweltschutzverband BUND wies auf Mängel in dem ehemaligen Salzbergwerk hin, in dem sich etwa 37 000 Tonnen schwach- und mittelradioaktive Abfälle befinden.

Jedoch haben sowohl Sachsen-Anhalts Umweltminister Konrad Keller als auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eine Einsturzgefahr dementiert. In einer Erklärung versicherte das BfS, dass das seit 1998 stillgelegte Lager "derzeit sicher betrieben werden kann". Dennoch will das BfS möglichst bald Maßnahmen ergreifen, um den laufenden Schädigungsprozess in den Bereichen zwischen den Abbauen zu stoppen. Die Verfüllung von Hohlräumen im betroffenen Zentralteil des ehemaligen Salzbergwerkes seien ein wirksames Mittel, um die Schädigungsprozesse abzubauen, sind sich das Bergamt Straßburg und das BfS einig. Die Verfüllarbeiten sollen als vorgezogene Maßnahmen im Vorfeld der eigentlichen Stilllegung realisiert werden.