Statistik

Einnahmen der baden-württembergischen Energieversorger gestiegen

Das Statistische Landesamt in Baden-Württemberg hat die Einnahmen der heimischen Versorger aus der Abgabe von Strom und Gas im Jahr 2003 bilanziert. Die Erlöse lagen im Strombereich bei 8,3 Cent pro Kilowattstunde (plus sieben Prozent) und im Gasbereich bei 3,18 Prozent je Kilowattstunde (plus acht Prozent).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Die Einnahmen oder Erlöse der Elektrizitätsversorgungsunternehmen in Baden-Württemberg sind im Jahr 2003 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag der Durchschnittserlös aus der Stromabgabe an alle Endverbraucher insgesamt in Baden-Württemberg im Jahr 2003 bei 8,3 Cent je Kilowattstunde. Dies waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittserlös aus dem Verkauf von Gas lag bei 3,18 Cent pro Kilowattstunde und war somit um acht Prozent im Vergleich zu 2002 gestiegen.

Stromversorgung

Die Sondervertragskunden in Industrie und Gewerbe zahlten 2003 im Schnitt 5,7 Cent pro Kilowattstunde und damit sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den Tarifkunden erzielten die Stromversorger mit durchschnittlichen 13,8 Cent pro Kilowattstunde einen wesentlich höheren Betrag. Der Durchschnittserlös bei Tarifabnehmern lag fast 20 Prozent höher als im Jahr 2002. Der Stromabsatz an Tarifkunden ging ganz überwiegend an private Haushalte (85 Prozent).

Insgesamt gaben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen im Jahr 2003 knapp 71 Milliarden Kilowattstunden Strom an die Endverbraucher ab. Die Unternehmen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe waren mit 56 Prozent der größte Stromabnehmer. Die privaten Haushalte in Baden-Württemberg bezogen 2003 insgesamt 19,2 Milliarden Kilowattstunden Strom und verbrauchten damit drei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der privaten Haushalte am gesamten Stromabsatz betrug 27 Prozent.

Gasversorgung

Private Haushalte in Baden-Württemberg bezahlten 2003 für ihr Gas im Schnitt 4,03 Cent pro Kilowattstunde, das waren sieben Prozent mehr als 2002 und 39 Prozent mehr als 1999. Im Vergleich zu den vorläufigen Durchschnittserlösen in Deutschland insgesamt zahlten baden-württembergische Privathaushalte 0,24 Cent pro Kilowattstunde (sechs Prozent) mehr.

Bei der Gasabgabe an das Produzierende Gewerbe in Baden-Württemberg erlösten die Versorgungsunternehmen im Durchschnitt 2,48 Cent pro Kilowattstunde. Bundesweit lagen die Durchschnittserlöse nur bei 2,15 Cent pro Kilowattstunde und damit um 0,33 Cent (15 Prozent) niedriger. Im Vergleich zum Vorjahr bezahlte das Produzierende Gewerbe 2003 fast acht Prozent mehr - gegenüber 1999 sogar 64 Prozent mehr.

Der Gasabsatz an Endverbraucher in Baden-Württemberg lag im Jahr 2003 mit 81 Milliarden Kilowattstunden um zwei Prozent über dem Vorjahreswert. Fast die Hälfte des abgesetzten Gases (48 Prozent) ging an das Produzierende Gewerbe. 37 Prozent wurde von den Privaten Haushalten und 15 Prozent von anderen Endabnehmern, wie Handel oder öffentliche Verwaltung, abgenommen. Diese Verteilung auf die Verbrauchergruppen ist seit 1997 nahezu unverändert.

Bitte beachten: Die Erlöse beschreiben nur die Einnahmeseite der Versorger und dürfen nicht mit deren Gewinnen gleichgesetzt werden.

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