Strom-News
500 Millionen EuroNach monatelangem Streit haben sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) einem Zeitungsbericht zufolge auf eine einheitliche Linie zur Förderung von Elektroautos verständigt.
Berlin (ddp/red) - Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, kann nun die von der Bundesregierung verabredete "Gemeinsame Geschäftsstelle für Elektromobilität" eingerichtet werden. Sie solle die 500 Millionen Euro verwalten, die über das Konjunkturpaket II bis Ende 2010 zur Verfügung stehen. Brüderle sagte der Zeitung, die beiden Ministerien würden "eine gemeinsame Geschäftsstelle einrichten, die im Bundeswirtschaftsministerium angesiedelt ist und von einem Vertreter des Bundesverkehrsministeriums geleitet wird".
Mögliche Kaufanreize für E-Autos sieht Verkehrsminister Ramsauer allerdings skeptisch. "Eigentlich müsste die Begeisterung für die Technik und die Wirtschaftlichkeit so groß sein, dass so ein Auto auch ohne zusätzliche finanzielle Anreize vom Staat gekauft wird", sagte Ramsauer der "Financial Times Deutschland".
Forderungen aus der Autoindustrie und den Umweltverbänden, der Staat solle den Preisnachteil von E-Autos durch Zuschüsse von 3000 bis 5000 Euro heruntersubventionieren, wies Ramsauer zurück: "Wenn ich jetzt schon sage, dass ich später Prämien zahle, erzeuge ich bei den Käufern natürlich eine abwartende Haltung." Sollte sich herausstellen, dass Deutschland doch Marktanreize brauche, könne er schnell reagieren und ein Programm auflegen, sagte Ramsauer.
Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" will der Verband der Automobilindustrie (VDA) bei einem Treffen im Kanzleramt am Donnerstag den Vorschlag unterbreiten, den Absatz von Elektroautos in Deutschland mit einem staatlichen Zuschuss von 5000 Euro zu fördern. Damit würde Deutschland mit der Förderpraxis in anderen Ländern gleichziehen.
So bekommen nach VDA-Angaben Käufer von Elektroautos in Frankreich eine Prämie von 5000 Euro, in den USA eine Steuergutschrift bis zu 7500 Dollar und in Japan eine Erstattung von bis zu 50 Prozent der Kosten. Bisher beschränkt sich die Förderung von Stromern in Deutschland auf eine fünfjährige Befreiung von der Kfz-Steuer.
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Kostenloser Strom fürs Auto: Der ADAC will zusammen mit dem Stromanbieter RWE noch im Januar bundesweit 25 Ladestationen für Elektroautos in Betrieb nehmen. Das Besondere daran ist, dass der Strom bis Ende 2011 für alle Besitzer eines Elektroautos - egal ob ADAC-Mitglied oder nicht - gratis angeboten wird.
Seit Donnerstag sind in Berlin die ersten alltagstauglichen Elektro-smarts auf den Straßen unterwegs. Mit dem Start für emissionsfreies Fahren von Privatleuten in batteriegetriebenen Autos beginne die zweite Phase des Großprojekts "e-mobility berlin" von Daimler und RWE für klimaschonende Elektromobilität.
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Energieversorger EWE und der insolvente Osnabrücker Autobauer Karmann haben am Dienstag in Bremen das gemeinsam entwickelte Elektroauto E3 vorgestellt. 2012 soll die Serienproduktion beginnen. Das Elektroauto habe eine Reichweite von 170 Kilometer und fahre 140 km/h schnell, hieß es.
Elektroautos werden nach Ansicht von Autoindustrie und Energiewirtschaft in absehbarer Zeit nur auf kurzen Strecken unterwegs sein. Das Bild auf den Straßen werde zunächst weiter von Fahrzeugen mit effizienten Verbrennungsmotoren bestimmt, erklärten Branchenexperten bei den 3. Niedersächsischen Energietagen in Goslar.
Die Bereitschaft der Deutschen, sich ein Elektroauto zuzulegen, ist nach einer aktuellen Studie recht hoch. Denn die Mehrheit der Befragten könnte sich vorstellen, beim nächsten Autokauf ein Elektroauto zu wählen. Jedoch nur wenn die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Preis, dafür stimmen würden.Strompreise vergleichen
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