Klimafreundliche Fahrzeuge

Einheitliche Stecker für Elektroautos beschlossen

Bei der Entwicklung von Elektroautos ist ein wichtiger Durchbruch gelungen. Eine Gruppe führender Autobauer und Energiekonzerne verständigte sich auf einen einheitlichen Stecker zum Laden der Fahrzeuge. Damit können Fahrer sicher sein, dass sie ihr Fahrzeug auch überall mit neuer Energie betanken können.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen/Berlin (afp/red) - Nach einem Bericht der "Welt" (Montagsausgabe) ist der Stecker dreiphasig und arbeitet mit einer Spannung von 400 Volt. Die Leistung ermögliche es, Elektroautos innerhalb weniger Minuten wieder aufzuladen.

Nach den Worten der Leiterin der Abteilung für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder beim Stromkonzern RWE, Carolin Reichert, ist die Normung entscheidend für die Entwicklung der zukünftigen Stromautos. Nur wenn es europaweit einheitliche Anschlüsse für die Stromautos gebe, könnten diese in Großserie gebaut werden, sagte sie der "Welt".

Noch kein Zeitplan für Einführung der Stecker

"Ein Auto muss in Italien genauso betankt werden können, wie in Dänemark, Deutschland oder Frankreich", sagte Reichert der Zeitung. Probleme, wie es sie bei Rasierapparaten oder Laptops in fremden Ländern gebe, müssten für den PKW-Vertrieb vorab gelöst werden. Die Standards sollten für jeden Anbieter frei zugänglich sein. Einen Zeitplan zur Einführung des neuen Steckers gibt es nach Angaben der RWE-Sprecherin allerdings noch nicht, die Gespräche der Konzerne liefen weiter.

An der Entwicklung der gemeinsamen Ladestationen arbeiten nach früheren Angaben von RWE die Autokonzerne Volkswagen, Daimler, BMW, Ford, General Motors, PSA Peugeot Citroën, Fiat, Toyota, Mitsubishi und die großen westeuropäische Energiekonzerne Eon, EnBW, Vattenfall, Electricité de France, Npower in Großbritannien, Endesa in Spanien und Enel in Italien mit.

Große Erwartungen in umweltfreundliche Autos

RWE und Daimler hatten im September einen Pilotversuch mit Elektroautos in Berlin gestartet. BMW kooperiert auf dem Gebiet mit Vattenfall und E.ON, Volkswagen ebenfalls mit E.ON.

Die Autoindustrie setzt große Erwartungen an das Elektroauto als klimafreundliche Energie. Umweltschützer kritisieren dagegen, Elektroautos seien ähnlich umweltschädlich wie herkömmliche Autos. Die Emissionen entstünden bei der Stromherstellung statt bei der Verbrennung im Motor. Sie fordern daher, der Strom für Elektroautos müssen komplett aus erneuerbaren Energien stammen.